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Kreml besorgt über Situation in Myanmar

© SNA / Vitaliy BeloysovMoskauer Kreml (Archivbild)
Moskauer Kreml (Archivbild) - SNA, 1920, 29.03.2021
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Der Kreml ist über die zunehmende Zahl von Opfern unter der Zivilbevölkerung in Myanmar besorgt, wo Massenproteste stattfinden. Darauf verwies der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Montag. Die Situation werde eingehend verfolgt, fügte er hinzu.
Peskow beantwortete damit die Frage, ob man im Kreml die Situation in Myanmar verfolge, wo am vergangenen Wochenende mehr als 100 Demonstranten während der gewaltsamen Auflösung einer Protestaktion gestorben seien.
Zuvor hatten die UN-Beraterin für die Verhinderung von Völkermord, Alice Nderitu, und die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, erklärt, dass die Sicherheitsdienste von Myanmar am Samstag 107 Menschen, darunter sieben Kinder, getötet hätten.
Die Streitkräfte von Myanmar haben am 1. Februar die Zivilregierung abgesetzt und die Macht im Land übernommen. Dabei wurden zivile Führungspersonen, darunter Präsident Win Myint und die Staatsrätin Aung San Suu Kyi verhaftet. Das Militär erläuterte sein Vorgehen damit, dass die Wahlergebnisse 2020 massenhaft gefälscht worden seien und die Zivilbehörden keine Ermittlungen dazu hätten einleiten wollen.
Nach der Machtübernahme mithilfe des Verfassungsmechanismus der Notstandsverhängung versprachen die führenden Vertreter der neuen Militärregierung, in einem Jahr Neuwahlen auszuschreiben und die Staatsmacht an die Partei zu übergeben, die dabei als Sieger hervorgeht.
Nach Angaben der Menschenrechtsvereinigung für den Schutz politischer Gefangener in Myanmar sind vom 5. Februar bis 28. März 459 Menschen gestorben und mehr als 2500 Menschen festgenommen worden.
Demonstranten gegen den Putsch in Myanmar - SNA, 1920, 27.03.2021
„Tag des Schams”: Mindestens 50 Menschen bei jüngster Demo in Myanmar getötet
In vielen Städten Myanmars finden Massenproteste gegen die Militärbehörden statt. Bei der Unterdrückung der Protestbewegung greifen die Militärbehörden unter anderem zu Kampfwaffen. Mehr als 70 Prozent der Staatsbeamten, darunter Mediziner, haben ihre Arbeitsplätze verlassen und sich der Kampagne des zivilen Ungehorsams angeschlossen.
Das Verteidigungsministerium Russlands hat bekanntgegeben, dass der stellvertretende Verteidigungsminister Generaloberst Alexander Fomin und Mitglieder des Gesellschaftsrates beim russischen Verteidigungsamt der Militärparade anlässlich des 76. Jahrestages der Gründung der Streitkräfte von Myanmar in Naypyidaw als Gäste beiwohnten.
Peskow erinnerte daran, dass Russland und Myanmar „seit langem recht konstruktive Verbindungen zueinander aufrechterhalten. Es gibt gewisse Leistungen im Rahmen der bilateralen Beziehungen.“ „Gerade unter diesem Gesichtspunkt muss dies betrachtet werden. Das bedeutet selbstverständlich keineswegs, dass die tragischen Ereignisse, die in dem Land vorkommen, gebilligt werden“, sagte der Kreml-Sprecher auf die Frage nach der Präsenz des stellvertretenden Verteidigungsministers Alexander Fomin bei der Militärparade am 27. März in Myanmar.
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