Chef des Gamaleja-Zentrums: Russland fähig, ganze Welt mit „Sputnik V“ zu versorgen

© SNA / Chedly Ben IbrahimDer russische Impfstoff Sputnik V (Symbolbild)
Der russische Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.03.2021
Russland kann laut dem Chef des russischen Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, die ganze Welt mit dem Corona-Impfstoff „Sputnik V“ versorgen.
„Zuerst, als wir unser Präparat entwickelt haben, war mir persönlich klar: So viel Geld der Staat auch gibt, ich kann nicht eine Produktion schaffen, die das ganze Land versorgen kann. Aber jetzt sind die Pläne gelinde gesagt bereits größer. Man fragt uns: Können Sie die ganze Welt versorgen? Und wir antworten: Ja, wir können. Derzeit wollen wir ,Sputnik‘ in weitere 50 Länder liefern“, sagte Ginzburg in einem Interview mit der Online-Ausgabe der „Iswestija“.
Impfdosen mit Sputnik V - SNA, 1920, 26.03.2021
„Ein Impfstoff mit besten Aussichten auf Erfolg“ – tschechische Regierung über „Sputnik V“
Wenn man nun die ganze „Weltpharma“ nur zur Herstellung eines Corona-Impfstoffes zwinge, könnten dann nicht mehr als 15 Prozent des Präparats produziert werden, mit denen 7,5 Milliarden Menschen vakziniert werden sollten.
„Darum war sofort klar, dass man alle Kapazitäten des Landes auslasten sollte“, so Ginzburg. „Sofort haben wir uns vereinigt und begonnen, zusammenzuarbeiten.“
Ferner sagte er, dass es nur dank dem für die ganze Welt präzedenzlosen System zur Sammlung von Daten über die klinische Nutzung der Impfstoffe möglich geworden sei, das „dank dem russischen Gesundheitsministerium und unter persönlicher Kontrolle von Minister Michail Muraschko“ entwickelt worden sei.
„Derzeit wird aktiv ein Register der Geimpften angelegt, und mehr als eine Million Menschen führen Online-Selbstbeobachtungtagesbücher. Wir wissen von jeglichen unvorhergesehenen, unerwünschten Reaktionen. Darum verfügen wir derzeit über alle umfassenden Angaben, die die Qualität und Sicherheit des Impfstoffs beweisen, und es gibt nun so viele Daten, dass niemandem in den Sinn kommt, an diesen zu zweifeln.“
Liefercontainer mit dem russischen Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 27.03.2021
Bayern und Thüringen rufen nach „Sputnik V“
Der vom russischen Gamaleja-Institut entwickelte Corona-Impfstoff „Sputnik V“ wurde bereits im August als weltweit erster registriert. Anfang Februar hatte das medizinische Fachjournal „The Lancet“ die Ergebnisse der Phase III der klinischen Studien von „Sputnik V“ veröffentlicht, die seine hohe Wirksamkeit und Sicherheit bestätigen. Während Phase III der klinischen Studien zeigte „Sputnik V“ eine hohe Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit – die Wirksamkeit des Impfstoffs liegt bei 91,6 Prozent. Das Serum bietet einen vollständigen Schutz vor schweren Fällen einer Coronavirus-Infektion.
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