Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Euler Hermes weist auf leichte Zunahme von Firmenpleiten in Deutschland 2021 hin

© REUTERS / FABIAN BIMMERStahlarbeiter in Deutschland (Symbolbild)
Stahlarbeiter in Deutschland (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.03.2021
Abonnieren
Die Firmenpleiten in Deutschland dürften einer Studie zufolge in diesem Jahr leicht, aber 2022 spürbar zunehmen. Der globale Kreditversicherer Euler Hermes erwartet für 2021 einen Anstieg der Insolvenzen von sechs Prozent auf 16.900 - allerdings erst ab dem zweiten Halbjahr und von sehr niedrigem Niveau kommend, meldet die Agentur Reuters.
Erst im Laufe des nächsten Jahres dürften die Pleiten um rund 15 Prozent auf 19.500 zulegen. Doch auch dann dürften die Fallzahlen nur etwa vier Prozent höher liegen als vor der Pandemie 2019.
"Das entspricht in etwa dem Niveau von 2017, damit steht Deutschland im internationalen Vergleich gut da", erklärte Euler Hermes am Montag. Grund dafür seien die umfangreichen Hilfen der Politik, um die Folgen der Virus-Pandemie für Firmen abzufedern.
"Es ist paradox: Trotz einer der größten Wirtschaftskrisen sind Insolvenzen in Deutschland im vergangenen Jahr mit rund minus 15 Prozent deutlich auf einen neuen Niedrigstand seit 1993 gesunken", sagte Ron van het Hof, zuständig für das Euler-Hermes-Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Strategische Planung enorm wichtig

"Das zeigt, wie stark die Insolvenzentwicklung von der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem aktuellen Zustand der Unternehmen entkoppelt ist." Gerade jetzt sei es wichtig, dass die Firmen ihre Finanzen genau im Blick behielten und zugleich schon strategische Weichen für die Zukunft stellten.
"Viele Unternehmen sind sich nicht bewusst, dass die Insolvenzantragspflicht nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen weiterhin ausgesetzt bleibt", warnte Van het Hof.
Proteste gegen  Corona-Einschränkungen  in Berlin am  13. März 2021 - SNA, 1920, 14.03.2021
Bundesweite Proteste gegen Corona-Einschränkungen: Angriffe auf Polizisten und Medienvertreter

Insolvenz-Meldepflicht nicht vernachlässigen

Das sei ein großes Risiko. "Wir gehen davon aus, dass einige, insbesondere kleine Unternehmen, eigentlich bereits Insolvenz anmelden müssten." Der erneute und verlängerte Lockdown habe oft zu größeren finanziellen Belastungen geführt als die beantragten Hilfsgelder abfedern könnten. Solche Unternehmen bewegten sich "damit zum Teil auf sehr dünnem Eis und könnten so unwissentlich in Haftungsprobleme schlittern".
Bei Lieferanten sorge dies ebenfalls für Unsicherheit. "Sie sind teilweise im Blindflug unterwegs, weil sie gar nicht wissen, ob Abnehmer tatsächlich noch zahlungsfähig sind“, hieß es.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала