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Beamtenbund beklagt Mangel an Fachkräften in Deutschland

© AP Photo / Morris Mac Matzen84-jährige Karin Sievers wird von Arzt Dirk Heinrich im Altersheim "Hospital zum Heiligen Geist" in Hamburg mit der Pfizer-BioNTech-COVID-19-Vakzine geimpft
84-jährige Karin Sievers wird von Arzt Dirk Heinrich im Altersheim Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg mit der Pfizer-BioNTech-COVID-19-Vakzine geimpft - SNA, 1920, 29.03.2021
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Bei Bund, Ländern und Kommunen klafft nach Einschätzung des Deutschen Beamtenbundes (dbb) eine Personallücke von fast 330.000 Beschäftigten. „Der Bedarf wächst seit Jahren um rund zehn Prozent jährlich“, sagte der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach gegenüber der DPA in Berlin.
„Die demografische Entwicklung treibt eine Abwärtsspirale an, gegen die die Kommunen, die Länder und der Bund viel zu wenig gegensteuern.“
Allein 145.000 Beschäftigte fehlten in den Kommunen, vor allem Kitas hätten zu wenig Personal. „Die Länder und Kommunen haben zwar dazugelernt und in den letzten Jahren Tausende Stellen geschaffen. Es fehlen aber weiterhin mindestens 100.000 Erzieherinnen und Erzieher“, sagte Silberbach.
Nach seinen Angaben fehlen 45.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kranken- und Altenpflege.

„Ohne die pflegenden Angehörigen würde die Altenpflege in Deutschland zusammenbrechen“, sagte der dbb-Chef.

Fachkräfte (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.01.2021
Auch in Corona-Zeiten: Jede zweite Firma vermisst Fachkräfte
Hierbei sei Kinderarbeit in Deutschland leider an der Tagesordnung, so Silberbach weiter. „Es gibt nach Schätzungen rund eine halbe Million Minderjährige, die regelmäßig in der Pflege ihrer Angehörigen zum Teil mit schwerer, immer mit verantwortungsvoller Arbeit im Einsatz sind.“ 38.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlten an den Schulen, jeweils 27.000 bei der Bundespolizei und der Steuerverwaltung und 25.000 bei der Polizei in den Ländern.
„Die Not ist nicht plötzlich über die Bundesländer hereingebrochen“, sagte Silberbach. Zum Beispiel würden seit Jahren steigende Schülerzahlen prognostiziert. Die Kultusminister müssten einheitliche Parameter für eine angemessene Lehrerbedarfsplanung aufstellen und sich dann danach richten.
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