Ehemalige Pentagon-Linguistin gesteht Spionageversuch für Hisbollah

© AP Photo / Hassan Ammar Revolutionsgardengeneral Qassem Soleimani
 Revolutionsgardengeneral Qassem Soleimani  - SNA, 1920, 27.03.2021
Die frühere Pentagon-Linguistin Mariam Thompson hat gestanden, einem ausländischen Staatsangehörigen Informationen über die Ermordung des iranischen Generals der Revolutionsgarde, Qassem Soleimani, durch das amerikanische Militär übermittelt zu haben, teilte das US-Justizministerium am Freitag mit.
Laut Thompson lernte sie 2017 einen Mann kennen, der einen Verwandten hatte, der im libanesischen Innenministerium tätig war. Dieser Mann soll zudem mit dem Generalsekretär der Hisbollah-Bewegung in Kontakt gewesen sein. Im Laufe der Zeit entwickelte sie romantische Gefühle für ihn. Nach der Ermordung von Soleimani im Januar 2020 durch die USA bat der ungenannte Mann Thompson, die in einem der Pentagon-Stützpunkte im Ausland arbeitete, um Informationen über Agenten, die Washington geholfen hatten, Soleimani ins Visier zu nehmen. Auf Wunsch des Mannes erhielt Thompson Zugang zu Daten über nicht weniger als zehn Quellen amerikanischer Geheimdienste, einschließlich Namen und Fotos der Agenten sowie deren Berichte. Sie hatte ihm über verschiedene Wege Informationen mitgeteilt. Der Mann sagte ihr danach, dass „seine Kontakte mit den Informationen zufrieden gewesen seien und dass der Militärkommandeur der Hisbollah sie treffen wolle, wenn sie nach Libanon komme“. Thompson wurde schließlich am 27. Februar 2020 verhaftet.
Ihr droht lebenslange Haft, obwohl sie geständig ist.

Ermordung von Soleimani

Die USA hatten am 3. Januar 2020 mit General Soleimani eine der wichtigsten Figuren des iranischen Regimes getötet.
Als Reaktion darauf startete die Iranische Revolutionsgarde in der Nacht zum 8. Januar einen ballistischen Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad sowie auf Ziele in der irakischen Region Erbil, wo US-Truppen stationiert waren.
Die Ermordung des Kommandeurs der Kuds-Brigaden wirkt sich noch Monate danach auf die Region und die bilateralen Beziehungen aus.
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