Nach Haft in Myanmar: DPA-Journalist in Polen gelandet

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Kamera (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.03.2021
Ein in Myanmar festgenommener polnischer Journalist, der im Land unter anderem für die DPA tätig war, ist am Freitag nach Angaben der Agentur mit einem Flug aus Doha auf dem Chopin-Flughafen in Warschau eingetroffen.
Robert Bociaga startete demzufolge nach knapp zwei Wochen Haft am Vortag in Myanmars größter Stadt Yangon (früher: Rangun) in Richtung Polen.
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Gegenüber der Nachrichtenagentur AP gab der Freelancer bekannt, er sei am Montag mit einer Geldstrafe belegt worden. Seine Abschiebung sei angeordnet worden.
Der 29-Jährige war am 11. März in Taunggyi, der Hauptstadt des Shan-Staats, von Soldaten inhaftiert worden. Bociaga hatte zu dem Zeitpunkt aus der Region über die Proteste gegen die neue Junta nach dem Militärputsch von Anfang Februar berichtet.
Der Fall hatte international für viel Aufsehen gesorgt. Unter anderem hatte die Organisation Reporter ohne Grenzen die sofortige Freilassung Bociagas und aller weiteren in Myanmar festgenommenen Medienschaffenden gefordert. Die deutsche Botschaft in Yangon, die in Myanmar die konsularischen Interessen der polnischen Bürger vertritt, hatte laut Mitteilung sofortigen Zugang und Informationen über den Grund seiner Inhaftierung gefordert.
Im früheren Birma gehen Militär und Polizei seit dem Umsturz von Anfang Februar mit zunehmender Härte nicht nur gegen Demonstranten, sondern auch gegen Politiker, Aktivisten und Journalisten vor. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden bislang mehr als 2900 Menschen festgenommen. Mehr als 280 sind laut AAPP getötet worden. Ausländer galten bislang aber als relativ sicher.
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Am Mittwoch waren überraschend 600 Inhaftierte freigelassen worden, meldet die DPA. Hauptsächlich handelte es sich um Studenten.
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