Mehr als 2100 E-Scooter-Unfälle in Deutschland 2020 registriert – Alkohol häufigste Ursache

© SNA / Alexej Majschew / Zur BilddatenbankE-Scooters (Symbolbild)
E-Scooters (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.03.2021
Das Statistische Bundesamt hat am Freitag in Wiesbaden vorläufige Informationen zu E-Scooter-Unfällen mit Personenschaden im Jahr 2020 bekanntgegeben.
Bei mehr als 2100 schweren Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen – sogenannten E-Scootern – sind demnach im vergangenen Jahr in Deutschland Menschen verletzt oder getötet worden.
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Die Polizei registrierte im Jahr 2020 in Deutschland insgesamt 2155 Unfälle mit E-Scootern, fünf Menschen seien dabei ums Leben gekommen, 386 wurden schwer verletzt, 1907 leicht. Mehr als 80 Prozent der Verunglückten seien selbst mit einem der kleinen Roller unterwegs gewesen.
Bundesweit waren laut Destatis bei fast drei von vier dieser Unfälle mit Personenschaden (72,1 Prozent) die Fahrerin oder der Fahrer des E-Scooters hauptverantwortlich. Es handelte sich den Angaben zufolge besonders häufig um Fahrunfälle, bei denen die Fahrenden die Kontrolle über den E-Scooter verloren, ohne dass andere dazu beitrugen.
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Bei den polizeilich registrierten Fehlverhalten war das Fahren unter Alkoholeinfluss (18,3 Prozent) dem Amt zufolge der mit Abstand häufigste Vorwurf. Die Fahrer hätten zudem häufig die Fahrbahn oder Gehwege vorschriftswidrig benutzt oder seien zu schnell unterwegs gewesen.
E-Scooter-Fahrende, die in einen Unfall verwickelt sind, gibt es in allen Altersgruppen, hebt die Behörde hervor, die meisten sind jedoch eher jünger: 76 Prozent waren jünger als 45 Jahre, knapp 34 Prozent jünger als 25 Jahre. Nur 7,4 Prozent der Menschen am Lenker seien älter als 65 Jahre gewesen.
Bei 918 der 2155 Unfälle mit Personenschaden gab es den Angaben zufolge keinen Unfallgegner. Drei der fünf getöteten E-Scooter-Nutzenden kamen bei Alleinunfällen ums Leben. Gut ein Drittel der verunglückten Elektrokleinstfahrzeug-Lenker verletzte sich bei einem Zusammenstoß mit einem Auto.
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Im Unfallgeschehen spielten die E-Scooter eine vergleichsweise geringe Rolle. 2020 registrierte die deutsche Polizei nach Destatis-Angaben insgesamt 264.000 Unfälle mit Personenschaden, darunter 0,8 Prozent mit E-Scooter-Beteiligung. Die meisten der Unfälle habe es in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen mit 566 und Bayern mit 334 gegeben, die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern mit 16 und Thüringen mit elf.
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