Bundestag beschließt Verbot von geschlechtsangleichenden Eingriffen bei Kindern

© AFP 2022 / JUAN MABROMATABundestag beschließt Verbot von geschlechtsangleichenden Eingriffen bei Kindern
Bundestag beschließt Verbot von geschlechtsangleichenden Eingriffen bei Kindern - SNA, 1920, 26.03.2021
Der Bundestag hat am Donnerstag einen Gesetzentwurf der Bundesregierung „zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung“ angenommen.
Mit dem Dokument soll das Recht von Kindern auf geschlechtliche Selbstbestimmung geschützt werden, zugleich sollen sie vor unnötigen Behandlungen an den Geschlechtsmerkmalen bewahrt werden, heißt es auf der Seite des Deutschen Bundestages. Der Entwurf wurde in einer vom Ausschuss geänderten Fassung mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der AfD bei Stimmenthaltung der Fraktionen FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen angenommen.
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Gemäß dem Gesetz dürfen die Eltern von intergeschlechtlichen Kindern künftig keine geschlechtsangleichenden Operationen an ihrem Nachwuchs mehr vornehmen lassen. Ausnahmen sind nur erlaubt, wenn der Eingriff medizinisch nicht aufschiebbar ist und von einer interdisziplinären Kommission befürwortet wird.
„Diese Ausnahme soll gewährleisten, dass ein schnelles Handeln möglich bleibt, um eine Gefahr für Gesundheit und Leben des Kindes abzuwenden.“
Der CSU-Rechtspolitiker Paul Lehrieder erklärte laut DPA, dass das Gesetz das Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung schütze und die Betroffenen vor unnötigen Behandlungen bewahre.
FDP, Linke und Grüne enthielten sich bei der Abstimmung im Bundestag. Ablehnung kam von der AfD.
DPA meldet, dass Schätzungen von etwa 160.000 Menschen in Deutschland ausgehen, die mit nicht eindeutig ausgebildeten Geschlechtsmerkmalen geboren wurden.
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