BFH-Urteil: Schulhund ist von Steuer absetzbar

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Ein Labrador  - SNA, 1920, 25.03.2021
Lehrkräfte dürfen einen sogenannten Schulhund von der Steuer absetzen: Wenn das Tier regelmäßig im Unterricht eingesetzt wird, können die Kosten zumindest teilweise geltend gemacht werden. Dies geht aus zwei am Donnerstag veröffentlichten Urteilen des Bundesfinanzhofes hervor.
Geklagt hatten zwei Lehrerinnen aus Nordrhein-Westfalen, die in Absprache mit ihren Schulen, aber auf eigene Kosten Schulhunde angeschafft und im Unterricht eingesetzt hatten. Sie wollten Kosten für Anschaffung, Ausbildung und Versorgung der Tiere von der Steuer absetzen, die Finanzämter hatten ihnen dies aber verwehrt.
Zentrales Argument der Behörden gegen die Absetzbarkeit war, dass der Hund immer auch teilweise aus privaten Gründen angeschafft worden sei. Der Bundesfinanzhof sah darin aber kein Hindernis – allerdings könne maximal die Hälfte der Kosten geltend gemacht werden. Anders verhält es sich bei der Ausbildung der Tiere: Da diese nicht aus privaten Gründen erfolgt sei, sei sie komplett abzugsfähig, befand das Gericht.
Hunderasse französische Bulldogge  - SNA, 1920, 16.03.2021
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Bei einem der Schulhund-Projekte halten sich die Vierbeiner den Gerichtsangaben zufolge zunächst während des Unterrichts in der jeweiligen Klasse auf, so dass sich die Kinder und der Hund aneinander gewöhnen. Im weiteren Verlauf würden solche Hunde aktiv in den Unterricht und in die Pausengestaltung einbezogen. In einem anderen Fall sei ein Therapiehund zur Umsetzung der „tiergestützten Pädagogik“ an der Schule angeschafft worden.
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