Putsch in Myanmar: USA verhängen neue Sanktionen

© REUTERS / STRINGERGepanzerte Fahrzeuge auf einer Straße von Mandalay, Myanmar, am 2. Februar 2021
Gepanzerte Fahrzeuge auf einer Straße von Mandalay, Myanmar, am 2. Februar 2021 - SNA, 1920, 25.03.2021
Die US-Regierung hat nach dem Putsch in Myanmar weitere Sanktionen eingeführt, die auf die wirtschaftlichen Ressourcen des neuen Führungsapparats abzielen. Dies teilten das Finanz- und das Außenministerium am Donnerstag mit.
Von den Sanktionen seien zwei Holdings betroffen, an denen derzeitige oder frühere Militärangehörige alle Anteile hielten und durch die das Militär bedeutende Wirtschaftsbereiche kontrolliere. Washington betonte, dass sich die Sanktionen nicht gegen das Volk richteten.
„Diese Maßnahmen richten sich speziell gegen diejenigen, die den Putsch angeführt haben, gegen die wirtschaftlichen Interessen des Militärs und gegen die Finanzströme, die die brutale Unterdrückung durch das myanmarische Militär unterstützen“, erklärte US-Außenminister Antony Blinken.
Die USA hatten bereits strenge Exportbeschränkungen für das südostasiatische Land erlassen und Sanktionen gegen etwa ein Dutzend Mitglieder des neuen Führungsapparats sowie zwei erwachsene Kinder des Anführers der Militärjunta verhängt.
Die neuen Sanktionen haben unter anderem zur Folge, dass jeglicher Besitz der Firmen in den USA eingefroren wird. US-Unternehmen und Personen dürfen keine Geschäfte mit ihnen machen.
Auch London verhängte am Donnerstag weitere Sanktionen gegen eine der Holdings, da diese in Menschenrechtsverletzungen involviert sein soll.
Proteste in Myanmar. Yangon, 3. März 2021 - SNA, 1920, 16.03.2021
UN: Mindestens 138 Demonstranten seit Putsch in Myanmar getötet
„Die heutigen Sanktionen zielen darauf ab, die Geldquellen des Militärs für seine Unterdrückungskampagnen gegen die Zivilbevölkerung auszutrocknen“, sagte der britische Außenminister Dominic Raab laut einer Mitteilung.
Seit dem Militärputsch am 1. Februar ist Myanmar, das frühere Burma, in Aufruhr, die Sicherheitskräfte gehen zunehmend härter gegen die anhaltenden Massenproteste vor. Die Demonstranten fordern die Freilassung und Wiedereinsetzung der De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi, die Anfang Februar vom Militär gestürzt und festgenommen worden war.
Die Proteste richten sich auch gegen die Verfassung von 2008, in der der Armee eine prägende Rolle in der Politik zugebilligt wird. Die Militärjunta verhängte einen einjährigen Ausnahmezustand.
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