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Missbrauchsfall Münster: Weiterer Tatverdächtiger angeklagt

© CC0 / Pixabay/succoGericht (Symbolbild)
Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.03.2021
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Im Missbrauchskomplex Münster hat die Staatsanwaltschaft gegen einen weiteren Mann Anklage erhoben. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, soll der 34-Jährige aus dem Kreis Warendorf mehrmals Kinder sexuell missbraucht haben.
„Gegenstand der Anklageschrift sind insgesamt zehn Tatvorwürfe. Im Einzelnen handelt es sich um drei Vorwürfe des schweren sexuellen Miss-brauchs von Kindern sowie um ein Ereignis des sexuellen Missbrauchs eines Kindes”, teilte die Staatsanwaltschaft Münster mit.
Zudem werde dem Angeschuldigten vorgeworfen, kinderpornografische Schriften besessen und es in fünf Fällen unternommen zu haben, einer anderen Person den Besitz solcher Schriften zu verschaffen, hieß es weiter.
Bei dem Opfer im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs handelt es sich um einen heute elf Jahre alten Jungen aus Münster, an dem verschiedene Männer an verschiedenen Orten vergangen haben. Bei dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs soll auch ein im Jahr 2019 sieben Jahre alter Junge aus dem Bekanntenkreis des Angeschuldigten das Opfer gewesen sein.
Kind mit einem Smartphone (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.12.2020
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Der nicht vorbestrafte 34-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Er war im November 2020 festgenommen worden. Über seinen Anwalt weist er die Vorwürfe zurück, räumt aber Treffen mit dem 27-jährigen Hauptangeklagten ein, der den Sohn seiner Lebensgefährtin wiederholt missbraucht und anderen Männern angeboten haben soll.
Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Tatkomplexen in Nordrhein-Westfalen, die seit 2019 aufgedeckt wurden. Es geht dabei um zahlreiche Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder und um große Netzwerke mit vielen Beteiligten und Opfern. In dem Tatkomplex gibt es über 40 mutmaßliche Täter, von denen rund 30 in Untersuchungshaft sitzen. Etwa 30 Kinder sollen Opfer geworden sein. Im Hauptprozess vor dem Landgericht Münster sollen im Frühjahr die Urteile verkündet werden.
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