Nach Schiffsunglück mehrere Wochen für Freigabe des Suezkanals nötig – Einschätzung

© REUTERS / BLACKSKYEin Satellitenbild des Suezkanals, 25. März 2021
Ein Satellitenbild des Suezkanals, 25. März 2021 - SNA, 1920, 25.03.2021
Ein riesiges Frachtschiff blockiert seit nunmehr zwei Tagen die Durchfahrt im Suezkanal. Nach Einschätzung des russischen Außenministeriums könnten noch Wochen vergehen, bis die wichtige Handelsroute wieder ohne Hindernisse befahrbar ist.
Den Suezkanal für die Schifffahrt wieder freizugeben, könnte laut dem Krisenzentrum des russischen Außenministeriums mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Behörde hat ihre Einschätzung der Lage bei Twitter veröffentlicht.
Der Schiffsverkehr auf dem Suezkanal ist zum Erliegen gekommen, weil das Containerschiff „Ever Given“ dort auf Grund gelaufen ist und seitdem die Durchfahrt für andere Schiffe versperrt. Der 400 Meter lange Frachter war auf dem Weg von China in den Rotterdamer Hafen.
Inzwischen warten Dutzende Frachtschiffe auf die Einfahrt in den Suezkanal, mindestens drei weitere sind in der Wasserstraße blockiert. Derzeit seien acht Schlepper im Einsatz, um den Havaristen aus der Notlage zu befreien, erklärte die Betreibergesellschaft des Suezkanals.
Die Verantwortung für den Unfall trägt nach einhelliger Expertenmeinung hauptsächlich der Kapitän des Riesenfrachters. Die meisten durch die Havarie entstandenen Verluste übernimmt mutmaßlich die Versicherung des Reeders. Der Stillstand auf dieser für die Weltwirtschaft wichtigen Schiffsroute hat mittlerweile die Ölpreise ansteigen lassen. Analysten halten einen Ölpreisanstieg von mehr als zehn Prozent für möglich.
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