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Berlins Hoffnungen bekommen einen Dämpfer: Tagesspiegel zu Treffen von Blinken und Maas

© REUTERS / POOLBundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 25.03.2021
Die Hoffnungen der deutschen Bundesregierung auf eine Verbesserung des Verhältnisses mit den USA nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Joe Biden sind nach Ansicht der Zeitung „Tagesspiegel“ nicht in Erfüllung gegangen.
Nach Joe Bidens Wahlsieg sei die Vorfreude der Europäer und der Deutschen auf eine Rückkehr der USA zu einer „partnerschaftlichen Zusammenarbeit“ in der Außen- und Sicherheitspolitik groß gewesen, betonte der Verfasser des Artikels unter dem Titel „Neue Regierung, alte Drohungen“, Hans Monath.
Zwar habe kaum jemand in Berlin damit gerechnet, dass damit alle Konflikte mit Washington aus der Welt geschaffen wären. „Doch man hoffte nach den Tiraden Donald Trumps auf einen fairen Umgangsstil und darauf, wieder gehört zu werden und mitentscheiden zu können“. Genau das habe Biden versprochen.
„Die Hoffnungen der Bundesregierung haben nun einen Dämpfer bekommen“, äußerte Monath in Bezug auf das erste persönliche Treffen des US-Außenministers, Antony Blinken, mit seinem deutschen Amtskollegen, Heiko Maas, am Dienstag bei der Nato-Außenministerkonferenz in Brüssel und führte als Bekräftigung seiner Ansicht die Situation um den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 und die Verhandlungen über eine Friedensregelung in Afghanistan an.
Bereits vor der Konferenz in Brüssel habe die US-Administration ihre Verbündeten mit einem unabgestimmten Vorschlag für die Zukunft Afghanistans überrascht, der bisherige Planungen zunichte mache.
Außerdem habe Blinken vor dem bilateralen Treffen von den Deutschen in ultimativer Form den Stopp der Gaspipeline Nord Stream 2 gefordert und auch weitere Sanktionen nicht ausgeschlossen, um deren Fertigstellung zu verhindern. „Genau damit hatte Trump immer gedroht“, hob der Verfasser des Beitrags hervor.
US-Außenminister Antony Blinken - SNA, 1920, 24.03.2021
Blinken: USA zwingen Verbündete nicht zu „Wir oder sie“-Haltung gegenüber China
Dass Blinken unter dem Druck beider Parteien im US-Kongress das Thema so „prominent und hart“ spiele, vereitele das Vorhaben der Bundesregierung, die strittige Frage „diskret“ zu besprechen und den Partner in Washington durch „Angebote zusätzlicher deutscher Leistung auf anderen Feldern so milde zu stimmen“, dass er die Drohungen vom Tisch nehme.
„Sogar deutsche Pipeline-Gegner verwahren sich entschieden gegen extraterritoriale US-Sanktionen“, resümierte der Verfasser des Beitrags abschließend.
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