„Deutschland bleibt wirtschaftlicher Schlüsselpartner Russlands“ - Russlands Außenminister Lawrow

© SNA / Dmitry LelchukRussisches Rohrverlegungsschiff "Fortuna" im Hafen der deutschen Stadt Wismar, Januar 2021. Symbolfoto
Russisches Rohrverlegungsschiff Fortuna im Hafen der deutschen Stadt Wismar, Januar 2021. Symbolfoto - SNA, 1920, 25.03.2021
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland bekannt.
„Deutschland zählt weiterhin zu den wirtschaftlichen Schlüsselpartnern Russlands“, sagte Lawrow am Mittwoch gegenüber deutschen und russischen Topmanagern bei der Mitgliederversammlung der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) mit. AHK gilt mit 1000 Mitgliedern als der größte ausländische Wirtschaftsverband in Russland.
Die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft gehöre zu den „beständigsten, pragmatischsten Elementen der bilateralen Agenda“, bekräftigte Lawrow weiter. Russland sei bereit, der Unternehmergemeinschaft weiterhin alle erforderliche Unterstützung zu gewähren. Die deutschen Firmen haben in Russland nach Lawrows Angaben insgesamt 20 Milliarden Dollar investiert. Die Deutschen Bundesbank teilt ihrerseits mit, die Netto-Direktinvestitionen deutscher Firmen in Russland, also die Kapitalzuflüsse im Verhältnis zu Abflüssen, hätten allein in den vergangen drei Jahren knapp sechs Milliarden Euro betragen.
Gemeinsam werden Industrieobjekte errichtet und modernisiert, erzählte Lawrow weiter, und unter Einsatz deutscher Technologie ist die Herstellung von Kraftfahrzeugen, Landtechnik, Bahnfahrzeugen, Elektrotechnik und weiterer forschungsintensiver Produkte zustande gebracht worden.

„Besonders hervorheben möchte ich die zeitgeprüfte Zusammenarbeit im Energiebereich, die sich allseitig förderlich auf die Energiesicherheit nicht nur Deutschlands, sondern des gesamten europäischen Kontinents auswirkt“, betonte der russische Chefdiplomat mit Blick auf die Debatte um die Nord Stream 2.

Die AHK lobte er für einen besonderen Beitrag zur „Weiterentwicklung und Festigung“ der bilateralen Zusammenarbeit. Moskau schätze die Bereitschaft der deutschen Wirtschaft zu gemeinsamer Arbeit, den Pragmatismus und die konstruktive Einstellung.
Der russische Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow lobte seinerseits die deutsche Wirtschaft für die Investitionsbereitschaft. Selbst im Krisenjahr 2020 habe Deutschland weiterhin den zweiten Platz im Außenhandel mit Russland belegt.

AHK-Chef Schepp: Können gemeinsam erfolgreich sein

Der Vorstandsvorsitzende der AHK Matthias Schepp nannte das Projekt Nord Stream 2 „eine weitere Brücke zwischen Russland und Deutschland“, auch für all jene, die sich der Herausforderungen in der Energieversorgung Europas im Spannungsfeld mit den so wichtigen Klimazielen bewusst seien. Nicht zuletzt äußerte Schepp die Hoffnung, dass gerade die internationalen Bemühungen mit Impfstoffen ein Lichtblick in der Corona-Krise sei. „Ein positives Signal sind die derzeit laufenden Verhandlungen den russischen Impfstoff Sputnik-V auch in der EU zuzulassen, um unsere Kräfte im Kampf weiter zu bündeln. Ein weiteres starkes Zeichen, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein können“, so Schepp.
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