Unionsfraktionschef Brinkhaus warnt vor elendem Tod jüngerer Menschen durch Corona

© AFP 2022 / TOBIAS SCHWARZCDU-Politiker Ralph Brinkhaus
CDU-Politiker Ralph Brinkhaus - SNA, 1920, 25.03.2021
CDU-Politiker Ralph Brinkhaus warnt vor vielen jungen Corona-Toten. Die Politik habe die Gastwirte, die Einzelhändler und die Menschen, die sich danach sehnen, soziale Kontakte zu haben, immer wieder zurecht im Blick, so Brinkhaus am Donnerstag im Bundestag. Aber es sei auch „unsere Aufgabe, diejenigen im Blick zu haben, die nicht laut sind“.
Wie der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus am Donnerstag im Bundestag sagte, sei es Aufgabe der Politik, „diejenigen im Blick zu haben, die nicht laut sind“. Laut Deutscher Presse-Agentur (DPA) konkretisierte der CDU-Politiker weiter: „Das sind die Schwachen, die zu Hause bleiben müssen, das sind die überlasteten Intensivpfleger, das sind die Menschen, die mit Langzeitfolgen erkrankt sind, und das sind die Menschen, die einen elenden Tod gestorben sind“. Er warnte: „Wenn jetzt jüngere Menschen erkranken, dann werden sie einen noch elenderen Tod sterben.“ Testen und Impfen werde in den nächsten Wochen nicht reichen. „Deswegen ist eine große Währung, die wir in den nächsten Wochen haben, immer noch die Kontaktbeschränkung.“

Über 200 Todesfälle an einem Tag

Allein am Donnerstag habe es weit über 200 Todesfälle wegen oder mit Covid-19 gegeben, zitiert ihn die DPA weiter.

„Das sind ungefähr so viele Leute, wie hier jetzt im Saal sitzen“, so Brinkhaus mit Blick ins Plenum, „200 Gesichter, 200 Schicksale, 200 Hoffnungen, 200 Enttäuschungen, 200-mal Leid. Und das jeden Tag, nicht nur heute, nicht nur gestern, nicht nur vorgestern.“

Brinkhaus bekräftigte zudem seinen Ruf nach einer umfassenden Verwaltungsreform. Es brauche eine kleine Revolution. Die Verantwortungszuordnung im Föderalismus sei für die Krise schlecht, die Verwaltungsabläufe seien nicht schnell und agil genug gewesen. Auf dem Land liege der Staub von 200 Jahren. „Für die aktuelle Pandemie können wir nicht auf eine Revolution warten“, sagte er laut DPA.
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