Werberat: „Black Lives Matter“ stärkt Bewusstsein für Diskriminierung

© AP Photo / David MartinProtest in USA, New York
Protest in USA, New York - SNA, 1920, 25.03.2021
Der Deutsche Werberat hat 2020 deutlich mehr Beschwerden zu Diskriminierung von Personengruppen in der Werbung behandelt. Er führt das auf die „Black Lives Matter“ Bewegung zurück.
Der vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. zur freiwilligen Selbstkontrolle in der Werbewirtschaft gegründete Deutsche Werberat hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Beschwerden zu Diskriminierung von Personengruppen in der Werbung behandelt. Das berichtete zuerst die Deutsche Presse-Agenutr (DPA). Demnach führte der Rat in seiner Jahresbilanz aus:
„Hier spiegelte sich die Debatte im Zuge der ‚Black Lives Matter‘ Bewegung wider, mit der eine höhere Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für Werbesujets, die verschiedene Ethnien abbilden, einherging.“
In der Kategorie Diskriminierung von Personengruppen prüfte das Gremium demnach 66 Fälle, 2019 waren es 45. Unter dem Motto „Black Lives Matter“ demonstrierten Menschen im vergangenen Jahr in vielen Ländern gegen Rassismus. Die Bewegung entstand nach der Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in den USA. Es folgten auch in Deutschland viele Debatten zu Alltagsrassismus.
Der Werberat prüfte laut DPA voriges Jahr insgesamt 498 Beschwerdefälle und damit etwas weniger als 2019 mit 514. Insgesamt beschwerten sich 1343 Personen oder Institutionen bei der Selbstkontrolleinrichtung. Für einen Teil der Beschwerden ist der Rat nicht zuständig. Der Werberat kümmert sich darum, dass ethische Grenzen nicht überschreitet werden. Das Gremium erteilte zwölf öffentliche Rügen, während es ein Jahr zuvor 13 waren. Sie betrafen in der Mehrheit sexistische Werbung.
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