Schütze aus Colorado war wegen Angriffs auf seinen Mitschüler vorbestraft – Medien

© REUTERS / ALYSON MCCLARANScchießerei in einer King Soopers-Filiale in der US-Stadt Boulder
Scchießerei in einer King Soopers-Filiale in der US-Stadt Boulder  - SNA, 1920, 24.03.2021
Der Mann, der des Mordes an zehn Menschen im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado beschuldigt wird, ist zuvor wegen eines Angriffs auf einen seiner Mitschüler bestraft worden, wie der TV-Sender ABC News am Mittwoch berichtete.
Am Montag hatte ein Unbekannter in einer King Soopers-Filiale in der Stadt Boulder zehn Menschen, darunter auch einen Polizisten, erschossen. Der Angreifer wurde festgenommen und mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die örtliche Polizei erklärte, dass die Identität des mutmaßlichen Täters festgestellt worden sei. Er sei als der 21-jährige Bewohner des Staates Ahmad Al Aliwi Alissa identifiziert worden.
Der Mann war laut dem Sender schon früher ins Visier der Polizei geraten. Im Jahr 2018 sei der damals 18-jährige Alissa für schuldig befunden worden, seinen Mitschüler angegriffen zu haben.
Laut Aussagen vor Gericht betrat Alissa „den Klassenraum, näherte sich dem Opfer (seinem Klassenkameraden – Anm. d. Red.) an und schlug ihm auf den Kopf.“ Wie Issa damals gesagt hatte, habe der Betroffene zuvor über ihn gelacht und ihm „rassistische Spitznamen“ gegeben. Für den Angriff bekam Al Issa eine Bewährungsfrist und musste öffentliche Arbeiten verrichten.
Schießerei in Boulder - SNA, 1920, 23.03.2021
Schießerei in Supermarkt in Colorado – mindestens zehn Todesopfer
Zuvor hatte Alissas älterer Bruder über ein antisoziales und paranoides Verhalten seines Verwandten berichtet, der sich noch in der Schule über eine „Bespitzelung und Verfolgung“ beschwert haben soll. Dabei schloss Alissas Bruder einen politischen Hintergrund als Motiv für die Schießerei aus.
Nach Angaben von ABC News hatte der Täter weniger als eine Woche vor der Schießerei Waffen erworben. Laut Zeugen hat der Schütze ein halbautomatisches Gewehr AR-15 bei sich gehabt und angeblich eine Schutzweste getragen.
Wie die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf den angeblichen Facebook-Account des Täters mitteilte, hat Alissa in der Schule Wrestling und Kickboxen betrieben. Er sei 1999 in Syrien geboren, geht aus seinen persönlichen Daten im sozialen Netzwerk hervor.
Indes teilte das soziale Netzwerk Facebook mit, dass der Account des mutmaßlichen Täters gelöscht worden sei.

„Wir haben die Konten des Verdächtigen aus Facebook und Instagram gelöscht. Wir werden jegliche andere Konten, die dem mutmaßlichen Täter gehören, oder Konten, die von anderen in seinem Namen erstellt worden sind, entfernen, wenn wir sie auf unseren Diensten finden“, sagte ein Sprecher des sozialen Netzwerkes gegenüber der Zeitung „Colorado Sun“.

Die Schießerei in Colorado ereignete sich nur wenige Tage, nachdem ein anderer 21-Jähriger in einem Vorort von Atlanta (im US-Bundestaat Georgia) in Massagesalons eine Schießerei veranstaltet hatte. Acht Menschen starben, sechs von ihnen waren asiatischer Abstammung.
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