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US-Außenminister Blinken macht bei Treffen mit Maas Druck gegen Nord Stream 2

© REUTERS / POOLUS-Außenminister Antony Blinken
US-Außenminister Antony Blinken - SNA, 1920, 24.03.2021
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Washington droht abermals mit Zwangsmaßnahmen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. US-Außenminister Blinken hat gegenüber seinem Amtskollegen Maas die Möglichkeit neuer Sanktionen gegen die Gasleitung ausgesprochen.
Er habe seinem deutschen Kollegen gesagt, dass die US-Regierung die Arbeiten zur „Fertigstellung oder Zertifizierung“ der Gaspipeline Nord Stream 2 weiterhin beobachte: Sollte die Erdgasleitung also fertiggebaut oder zertifiziert werden, „werden wir die Entscheidung in Bezug auf die Verhängung von Sanktionen treffen“, erklärte US-Außenminister Blinken am Dienstagabend am Rande des Nato-Außenministertreffens in Brüssel.
Letzte Woche erst forderte Blinken die am Pipelineprojekt beteiligten Firmen dazu auf, ihre Arbeiten an der Gasleitung einzustellen, weil sie dem Risiko neuer Restriktionen ausgesetzt seien. Washington sehe sich in der ärgerlichen Situation, dass die Ostsee-Pipeline nahezu komplett fertig sei, hatte der amerikanische Außenminister vorher eingeräumt.
Berlin hält währenddessen an seiner bisherigen Nord Stream 2-Position fest und lehnt exterritoriale Sanktionen generell und insbesondere gegen die europäisch-russische Gasleitung weiterhin ab, wie auch der Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte.
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Fertigstellung von Nord Stream 2

Die 1200 Kilometer lange und aus zwei Strängen bestehende Gasleitung soll pro Jahr bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland transportieren. Sie ist bereits zu 94 Prozent fertiggebaut.
Dennoch versuchen die USA, die Fertigstellung noch zu verhindern, und begründen dies mit einer vermeintlich großen Abhängigkeit der EU-Länder von russischer Energie. Allerdings versuchen die USA auch, günstigere Wettbewerbsbedingungen für ihr Flüssiggas in Europa zu schaffen.
2019 verhängte Washington bereits Sanktionen gegen Partner des Pipelineprojekts. Die Bauarbeiten mussten daraufhin eingestellt werden, kommen aber seit Dezember letzten Jahres wieder voran. Nach Angaben der Betreibergesellschaft fehlt noch ein Teilstück von unter 150 Kilometern Länge. 28 Kilometer davon sind noch in deutschen Gewässern zu verlegen.
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