Trip nach Mallorca? Laschet übt Kritik: „Kein Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung“

© REUTERS / MARCEL KUSCHCDU-Parteichef Armin Laschet
CDU-Parteichef Armin Laschet - SNA, 1920, 23.03.2021
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die Bundesregierung massiv für die Streichung Mallorcas von der Liste der Risikogebiete und die Aufhebung der Reisewarnung kritisiert.
„Ausgangsverbote sind keine Lösungen. Wir wollen die Kontakte beschränken. Und es liegt in der Hand jedes Einzelnen, dies gerade über die Ostertage zu tun“, so Laschet unter anderem. Zum Thema Reisen meinte Laschet:
„Es ist jetzt nicht die Zeit für Reisen“, sagte er nach fast zwölfstündigen Bund-Länder-Gesprächen.
Denn gerade der grenzüberschreitende Reiseverkehr berge die Gefahr in sich, dass sich auch noch gefährlichere Coronavirus-Varianten als die britische Mutante in Deutschland verbreiten könnten.
Gendarmenmarkt in Berlin während des Corona-Lockdowns (Archivbild) - SNA, 1920, 23.03.2021
Radikaler Lockdown über Ostern – Urlauber werden ausgebremst
Mit Hinblick auf die Streichung Mallorcas von der Liste der Risikogebiete und die Aufhebung der Reisewarnung sagte der NRW-Ministerpräsident in diesem Zusammenhang, er habe daher „kein Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung“.
Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca habe auch zu vielen Diskussionen bei den Bund-Länder-Gesprächen geführt, weil es „hier eine Ungleichbehandlung (…) mit deutschen Tourismusorten gibt“, fuhr er fort. „Das hätte man sich ersparen können“, wenn man bis nach Ostern gewartet hätte. Jetzt aber würden sich viele Menschen aus ganz Europa auf Mallorca treffen.
Laqschet erwarte von der Bundesregierung, dass die Verpflichtung der Airlines zu Tests der Mallorca-Rückkehrer noch vor dem Abflug von der Insel sichergestellt sei und die Urlauber das Virus nicht wieder nach NRW brächten.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Archiv) - SNA, 1920, 23.03.2021
„ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ….“: Ramelow twittert inmitten von Bund-Länder-Gipfel und lässt User rätseln
Ferner verwies er auf Verkehrsminister Hendrik Wüst, der Vorsorge getroffen und mit den Geschäftsführern der großen NRW-Flughäfen gesprochen habe, um „Modalitäten für Tests auch nach der Landung jetzt vorzubereiten“.
„Und die werden sie auch durchführen.“
Die ganze Rede ist im offiziellen Facebook-Account des Bundeslandes NRW zugänglich:
Im jüngsten Bund-Länder-Beschlusspapier heißt es im Wortlaut: „Es gilt weiterhin der Appell, auf nicht zwingende notwendige Reisen zu verzichten – auch über die Osterfeiertage.“
Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera gelten derzeit nicht mehr als Risikogebiet, ein Urlaub ist ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich. Für die Einreise auf den Inseln verlangen die spanischen Behörden weiterhin einen negativen PCR-Test.
Die Corona-Fallzahlen in NRW sind laut dem Robert-Koch-Institut um 1789 angestiegen und liegen nun bei insgesamt 580.884.
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