Verstümmelt und mit hoher Sterberate: Ein Blick in Schottlands Lachsfarmen

© Foto : Compassion in World FarmingFisch
Fisch - SNA, 1920, 23.03.2021
Nicht nur wegen einer Antibiotika-Belastung der Fische stellt die Aquakultur ein Problem dar. Aufnahmen aus schottischen Lachsfarmen zeigen auch das unnötige Tierleid dahinter. Deswegen fordern Tierschutzorganisation einen Stopp des massiven Ausbaus von Zuchtanlagen des Landes.
Fische aus der Aquakultur sind oft günstiger, haben dafür aber einen hohen Preis für die Tiere, wie Filmaufnahmen von den größten Lachsproduzenten in Schottland zeigen. Verstümmelte, kranke und von Seeläusen befallene Lachse sind auf den Aufnahmen zu sehen. Ein Viertel der Tiere soll noch vor der Schlachtung sterben. Aber auch der Einsatz von Antibiotika und ihre Entsorgung bringen Umweltprobleme mit sich.
Die Aufnahmen und ein Bericht zur Thematik basieren auf einer Undercover-Recherche der Tierschutzorganisation „Compassion in World Farming International“. Sie sollen bei den fünf größten schottischen Unternehmen in diesem Segment zwischen September und November 2020 geschossen.
Schottland ist der drittgrößte Produzent gezüchteter Atlantiklachse und baut bis 2030 seine Aquakultur-Industrie massiv aus. Bis 2030 soll sich diese verdoppeln. Deutschland ist der sechstgrößte Abnehmer der Fische. Wegen der Zustände fordern diverse Tierschutzorganisationen, darunter auch die Albert-Schweizer-Stiftung, ein Ende dieser Expansion.
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