NRW will Corona-Notbremse umsetzen, Peking bestellt EU-Delegationschef ein

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 23.03.2021
Harter Lockdown über Ostern; Nach Sanktionen gegen China: EU-Delegationschef einbestellt; NRW will Corona-Notbremse umsetzen; Psyche leidet laut Studie im zweiten Lockdown mehr; Bewaffnete Angreifer töten 137 Menschen in Niger; Supermarkt-Blutbad in den USA
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

Harter Lockdown über Ostern

Angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen schicken Bund und Länder Deutschland über Ostern in den schärfsten Lockdown seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr. Vom 1. bis einschließlich 5. April soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu durchbrechen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in der Nacht beschlossen.
Gendarmenmarkt in Berlin während des Corona-Lockdowns (Archivbild) - SNA, 1920, 23.03.2021
Radikaler Lockdown über Ostern – Urlauber werden ausgebremst

Nach Sanktionen gegen China: EU-Delegationschef einbestellt

Nach EU-Sanktionen gegen chinesische Verantwortliche für die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren hat das Außenministerium in Peking den EU-Delegationschef einbestellt. Wie das Ministerium heute mitteilte, sei Nicolas Chapuis schon am Vortag der chinesische Protest übermittelt worden. Vizeaußenminister Qin Gang habe bei dem Gespräch darauf verwiesen, dass sich die Strafmaßnahmen auf Lügen und Falschinformationen stützen. Die Sanktionen widersprächen der Realität und Vernunft, wurde Qin Gang zitiert. Die Europäische Union sei nicht qualifiziert, sich als Menschenrechtslehrer aufzuspielen.

NRW will Corona-Notbremse umsetzen

Nordrhein-Westfalen wird die Notbremse bei den Corona-Öffnungen eins zu eins umsetzen. Das betonte Ministerpräsident Armin Laschet am frühen Morgen in Düsseldorf nach rund zwölfstündigen Bund-Länder-Beratungen. Die Notbremse bedeutet die Rücknahme von bereits erfolgten Lockerungen wie Öffnungen von Geschäften, Museen und Sportanlagen, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über 100 steigt. Sie gelte in NRW ab Montag, sagte Laschet.

Psyche leidet laut Studie im zweiten Lockdown mehr

Der zweite Lockdown schlägt deutlich mehr Menschen in Deutschland auf die Psyche als der erste vor einem Jahr. Das geht aus einer Sondererhebung des „Deutschland-Barometers Depression“ hervor, für das Mitte bis Ende Februar rund 5100 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren repräsentativ online befragt wurden. Fast drei Viertel (71 Prozent) der Bundesbürger gaben dabei an, die Situation im zweiten Lockdown als bedrückend zu empfinden. Im Vergleich dazu waren es im Frühjahr 2020 weniger als zwei Drittel (59 Prozent) der Befragten, heißt es in der Erhebung, die von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutsche Bahn Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Fast die Hälfte (46 Prozent) der Bundesbürger erlebt seine Mitmenschen nach der Umfrage inzwischen auch als rücksichtsloser als im Frühjahr 2020 (40 Prozent).
Corona-Prävention in einer Zahnarzt-Praxis in Oberhausen - SNA, 1920, 01.02.2021
Kampf gegen Corona macht Psyche krank: Jeder Dritte leidet an Angststörung oder Depression

Angreifer töten 137 Menschen in Niger

Bei einem erneuten Angriff in dem von Terror heimgesuchten westafrikanischen Staat Niger sind der Regierung zufolge 137 Menschen getötet worden. „Bewaffnete Banditen“ hätten mehrere Dörfer in der Region Tahoua in Südwesten des Landes angegriffen, teilte ein Regierungssprecher mit. Wer hinter dem Angriff steckte war zunächst unklar. Im Niger und anderen Ländern der Sahelregion sind etliche Terrorgruppen aktiv. Einige haben Al-Kaida oder der Terrormiliz Islamischer Staat Treue geschworen.

Supermarkt-Blutbad in den USA

Ein Schütze hat im US-Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet. Schauplatz der Bluttat war ein Supermarkt, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés in der Stadt Boulder nordwestlich von Denver gehört. Unter den Toten ist auch ein Polizist. Polizeichefin Maris Herold erklärte, der getötete Kollege sei einer der ersten Beamten am Tatort gewesen und erschossen worden. Ein Verdächtiger wurde in Gewahrsam genommen. Zum Motiv machten die Behörden mit Verweis auf das frühe Stadium der Ermittlungen keine Angaben.
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