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Studie: Jüngere Migrationsgeschichte wird in Lehrplänen kaum thematisiert

© CC0 / Wakandapics / PixabayKlassenraum in einer Schule (Symbolbild)
Klassenraum in einer Schule (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.03.2021
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Die Lehrpläne an den Schulen werden dem Thema der jüngeren Migrationsgeschichte nicht gerecht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Dresden.
Für die Studie hatte das Mercator Forum Migration und Demokratie (Midem) die Lehrpläne der Fächer Geografie, Geschichte und Politik/Gemeinschaftskunde der Klassenstufen 7 bis 10 in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen untersucht, schreibt die Deutsche Presse-Agentur. Zudem seien Schulgesetze und Beschlüsse der Kultusministerkonferenz analysiert und Gespräche mit Experten für Lehrplanentwicklung und Lehrerfortbildung geführt worden.
Die Studienmacher kamen zu dem Ergebnis, dass zentrale Etappen der jüngeren Migrationsgeschichte, wie die Anwerbung von Gastarbeitern, die Zuwanderung von Spätaussiedlern oder Fachkräften nur selten Erwähnung finden. Auf der anderen Seite würden Phänomene der Migration oft mit Flucht und Vertreibung verknüpft.
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„Damit steht die Darstellung der Migration und Integration in den Lehrplänen nicht im Zeichen gesellschaftlicher Normalität. Auch migrationsbedingte Vielfalt und Fragen nach Identität und Zugehörigkeit werden nur selten thematisiert“, hieß es bei der Vorstellung der Studienergebnisse am Dienstag.
Das muss sich ändern, findet AnetteWidmann-Mauz (CDU), Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

„Ein Viertel der Menschen in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. Diese Vielfalt gehört schon längst zum selbstverständlichen Alltag in den Schulen und Klassenzimmern.“

Für die entsprechenden Anpassungen in den Lehrplänen empfehlen die Autoren der Studie, bei deren Ausgestaltung Lehrkräfte mit ausländischen Wurzeln einzubinden.
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