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Britische Lebensmittelexporte in die EU sinken um 75 Prozent – Fachverband

© REUTERS / John SibleyLKW fährt in Richtung der Einfahrt zum Hafen von Dover in Großbritannien,
LKW fährt in Richtung der Einfahrt zum Hafen von Dover in Großbritannien, - SNA, 1920, 23.03.2021
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Die Exporte von Lebensmitteln aus Großbritannien in die Europäische Union sind im Januar im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 75,5 Prozent geschrumpft. Das teilte der britische Lebensmittelverband Food and Drink Federation (FDF) mit.
Demnach wurde bei den Lebensmittelexporten nach Deutschland ein Minus von sogar 80 Prozent registriert. Der größte Rückgang sei beim Export von Lachs mit 98 Prozent, Rindfleisch mit 91 Prozent, Schweinefleisch mit 86 Prozent und Whisky mit 63 Prozent gemeldet worden.
Der Verband machte nicht-tarifäre Handelshemmnisse durch den Brexit für den Exporteinbruch verantwortlich. Dazu gehörten beispielsweise Lebensmittelzertifikate. Hinzu komme, dass britische Unternehmen in der EU ihre Lagerbestände vor dem Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion zum Jahreswechsel noch aufgefüllt hätten, heißt es. Exporte in Nicht-EU-Länder seien im Vergleich nur um rund elf Prozent gesunken.

Brexit-Handelsabkommen

Im Januar 2020 hatte Großbritannien formell die Europäische Union verlassen. Eine Übergangsphase, in der sich Großbritannien noch an die Regeln des EU-Binnenmarktes hielt, lief am 31. Dezember aus. Seitdem gelten offiziell wieder Zollkontrollen zwischen dem Vereinten Königreich und der EU.
Britische Ware wird an der Grenze von französischen Zollbeamten kontrolliert (Archiv) - SNA, 1920, 11.03.2021
Großbritannien verschiebt Einführung von Zollkontrollen bei EU-Importen
Das Brexit-Handelsabkommen soll die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU seit Januar 2021 regeln. Es geht in erster Linie darum, Zölle zu vermeiden und möglichst reibungslosen Handel zu sichern. Der Vertrag umfasst aber auch den Fischfang sowie die Zusammenarbeit bei Energie, Transport, Justiz, Polizei und vielen anderen Themen.
Das Abkommen verspricht Großbritannien Exporte ohne Zölle und ohne Mengenbegrenzung in den EU-Binnenmarkt. Dafür verlangt die EU aber faire Wettbewerbsbedingungen – das sogenannte Level Playing Field. Gemeint sind gleiche Umwelt-, Sozial- und Subventionsstandards.
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