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79 Prozent? US-Behörde zweifelt an neuen Wirksamkeitsdaten zu Astra-Zeneca-Impfstoff

© AFP 2021 / JOEL SAGETEine Spritze und ein Fläschchen mit dem Astrazeneca-Impofstoff neben dem Logo des Pharmakonzerns und der Universität Oxford fotografiert.
Eine Spritze und ein Fläschchen mit dem Astrazeneca-Impofstoff neben dem Logo des Pharmakonzerns und der Universität Oxford fotografiert. - SNA, 1920, 23.03.2021
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Der Astra-Zeneca-Impfstoff ist in den USA noch nicht zugelassen. Nachdem der Hersteller am Montag eine neue große Phase-III-Studie vorgelegt hat, bezweifelt die US-Gesundheitsbehörde NIAID nun deren Aussagekraft.
Die Ergebnisse einer sogenannten Phase-III-Studie mit etwa 32.500 Probanden in den USA, Chile und Peru zeigen eine hohe Wirksamkeit des Vakzins des Herstellers Astra-Zeneca von 79 Prozent und bei über 65-Jährigen sogar von 80 Prozent. Das bedeutet, dass unter den älteren Probanden einer geimpften Gruppe 80 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe. Die Wirksamkeit über alle Altersgruppen hinweg in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe liege sogar bei 100 Prozent. Zuvor hatte Astra-Zeneca für ihren Impfstoff 70 Prozent Wirksamkeit angegeben, die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema bezifferte den Wert auf 60.
„Der Data and Safety Monitoring Board DSMB hat sich besorgt gezeigt, dass Astra-Zeneca möglicherweise veraltete Informationen aus dieser Studie aufgenommen hat, die eine unvollständige Ansicht der Wirksamkeitsdaten geliefert haben könnten“, teilte das Nationale Institut für Infektionskrankheiten (NIAID) unter Berufung auf den hauseigenen Daten- und Sicherheitsüberwachungsausschuss mit. Das Pharmaunternehmen müsse die Daten überprüfen und sicherstellen, dass die genauesten und aktuellsten Wirksamkeitsdaten so schnell wie möglich veröffentlicht werden.
Frühere Untersuchungen, die ebenfalls für eine gute Wirksamkeit des Präparats sprechen, zweifelt die NIAID in ihrer Erklärung nicht an. Das britisch-schwedische Unternehmen Astra-Zeneca hat den Impfstoff AZD1222 zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Er wird seit Januar in Großbritannien in großem Stil eingesetzt. In den EU-Ländern wurde der Impfstoff dagegen auch wegen niedrigerer Impfbereitschaft in der Bevölkerung schon mehrmals zum Streitthema. Die EU will Anträge für den Astra-Zeneca-Export nach Großbritannien prüfen und diese bei Bedarf ablehnen, bis der Hersteller seine Lieferungsverpflichtungen gegenüber der EU erfüllt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel. Berlin, 19. März 2021 - SNA, 1920, 19.03.2021
Merkel verteidigt Astrazeneca und befürwortet Sputnik V-Einsatz
Deutschland und andere EU-Staaten hatten letzte Woche die Impfungen mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca wegen einiger Fälle seltener Hirnvenen-Thrombosen nach der Impfung ausgesetzt. Nachdem die Ema keine klaren Verbindungen zum Impfstoff festgestellt hat, wird das Vakzin mittlerweile wieder eingesetzt.
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