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Studie: Mehr Angriffe auf Journalisten im Jahr 2020 – Pandemieprotest als Treiber?

CC0 / Pixabay / hosny_salah / Journalist während der Corona-Pandemie (Symbolbild)
Journalist während der Corona-Pandemie (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.03.2021
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Das „Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit“ (ECPMF) hat im letzten Jahr einen deutlichen Anstieg von Angriffen auf Journalisten in der Bundesrepublik verzeichnet. 69 tätliche Angriffe zählt die Organisation aus Leipzig in ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht.
Das sei die höchste Zahl seit Beginn der Erhebung vor sechs Jahren. Im Jahr 2019 waren es noch 14 Fälle, 2018 wurden 26 gelistet.
„Ausschlaggebend für den starken Anstieg sind die vielen Gewalttaten auf pandemiebezogenen Versammlungen“, hieß es in dem Bericht. 71 Prozent der registrierten Angriffe seien dort erfolgt.
Das von der EU unterstützte Zentrum, das sich für Pressefreiheit einsetzt, verortete 31 Fälle im rechten Spektrum, fünf im linken. Die meisten Angriffe – nämlich 33 – konnten die Studienmacher zugleich nicht eindeutig politisch bestimmen. Diesen hohen Anteil führe die unabhängige Organisation, die hauptsächlich auf die „unpräzise politische Positionsbestimmung vieler pandemiebezogener Demonstrationen und der Anhängerinnen und Anhänger“ zurück.
Mit 23 Fällen sei die Hauptstadt Berlin Schwerpunkt der Angriffe gewesen. In den Vorjahren hatte noch das Bundesland Sachsen die Liste angeführt. Mit 19 Angriffen gab es dort im Jahr 2019 weiterhin eine vergleichsweise hohe Zahl.
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