Dritte Corona-Welle: Erneut über 3000 Intensiv-Patienten in Deutschland

© SNA / Alexey Danichev / Zur BilddatenbankIntensivstation (Symbolbild)
Intensivstation (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.03.2021
Nach den ersten Lockerungen in der Pandemie ist die Anzahl der Corona-Patienten auf Deutschlands Intensivstationen wieder angestiegen. Mit mehr als 3000 belegten Betten liegt die Belastung aktuell erneut so hoch wie zu den Spitzenzeiten in der ersten Welle vor einem Jahr.
Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi).
„Wir starten jetzt auf den Intensivstationen in die dritte Welle und das auf einem sehr hohen Niveau. Davor hatten wir bereits Ende Februar gewarnt, und das bereitet uns große Sorgen“, zitiert das Blatt Divi-Präsident Gernot Marx. Am Sonntag wurden laut Divi 3056 Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen behandelt.
„Wir erwarten in den nächsten Wochen einen rasanten Anstieg der Patienten, da die Welle der Intensivpatienten immer zwei bis drei Wochen der Infektionswelle nachrollt“, so Marx.
Patienten werden jünger
„Wir sehen das jetzt schon auf den Intensivstationen, dass sich die Patienten dort ändern: Die werden jünger“, sagte Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts. Erst im August könnte die Pandemie nach der aktuellen Prognose für die Notfallstationen der Kliniken so gut wie ausgestanden sein, wenn keine neue gefährlichere Mutante hinzukommt und das Impfen weiter gut vorangeht.
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Dass das Gesundheitssystem in den vergangenen Monaten nicht kollabiert ist, hat auch mit Lehren aus der ersten Welle und Fortschritten beim Vermeiden schwerer Krankheitsverläufe zu tun, so der „Spiegel“.
Aber für die Klinikteams haben steigende Zahlen Folgen, warnt Divi-Mitglied Felix Walcher: „Das ist keine fachliche Überforderung, sie ist physisch und psychisch.“ Die Erschöpfung des Personals sei bundesweit zu beobachten. „Es besteht die große Sorge, dass mit der chronischen Überlastung des Personals eine Abwanderung der Mitarbeiter aus der Pflege folgt.“
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