Bundesregierung für Lockdown bis 18. April, Deutsche unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 22.03.2021
Bundesregierung für Lockdown bis 18. April; EU-Kommissar: Brauchen russisches Vakzin „Sputnik V“ nicht; Mehr als jeder zweite Deutsche hält Astrazeneca für unsicher; Deutsche unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement; Ex-Skistar Neureuther fordert mehr Freiheiten für Kindersport; Tausende vor Überschwemmungen in Australien auf der Flucht
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

Bundesregierung für Lockdown bis 18. April

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen müssen sich die Menschen in Deutschland auf eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns bis weit nach Ostern einstellen. Ein Beschlussentwurf aus dem Kanzleramt für die Bund-Länder-Runde am heutigen Montag nennt als Datum dafür den 18. April. Zudem müsse die Anfang März beschlossene Notbremsregelung konsequent umgesetzt werden, heißt es darin. Betont wird, dass zusätzliche Öffnungen bei exponentiellem Wachstum der Infektionszahlen auch unterhalb einer Inzidenzschwelle von 100 ausscheiden würden. Abgeraten wird ferner von nicht zwingend notwendigen Reisen auch an Ostern. Zur Begründung hieß es, ohne deutlich einschränkende Maßnahmen werde die Zahl der Neuinfektionen so schnell steigen, dass bereits im April eine Überlastung des Gesundheitswesens wahrscheinlich sei. Auch Bayerns Ministerpräsident Söder warnte vor Lockerungen. Dies würde bedeuten, dass man bis in den Juni und Juli hinein mit der dritten Welle zu kämpfen habe, sagte der CSU-Politiker im ARD-Fernsehen.
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EU-Kommissar: Brauchen russisches Vakzin „Sputnik V“ nicht

Die EU hat nach den Worten von Binnenmarktkommissar Thierry Breton „absolut keinen Bedarf“ für den russischen Corona-Impfstoff „Sputnik V“. Man könne bis Mitte Juli eine EU-weite Immunisierung mit Vakzinen aus europäischer Produktion erreichen, sagt Breton dem Sender „TF1“. „Sputnik V“ ist bisher nicht von der EU-Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Unterdessen wird er in vielen anderen Ländern bereits eingesetzt, wie in Ungarn, der Slowakei, Tschechien sowie Italien. Auch Österreich hatte mehrere Kontakte mit Russland, bei denen es um eine Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs und eine etwaige Produktion in Österreich ging.

Mehr als jeder zweite Deutsche hält Astrazeneca für unsicher

Nach den Turbulenzen um den Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist das Vertrauen in das Vakzin in mehreren europäischen Ländern deutlich gesunken. Laut einer heute veröffentlichten Umfrage des britischen Instituts „Yougov“ hält eine Mehrheit der Menschen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien den Impfstoff für unsicher. Demnach erhöhte sich der Anteil der Deutschen, die dem Astrazeneca-Präparat misstrauen, innerhalb eines Monats um 15 Prozentpunkte auf 55 Prozent. Nur 32 Prozent der Bundesbürger stuften ihn als sicher ein. In Frankreich waren 61 Prozent der Befragten der Ansicht, dass der Astrazeneca-Impfstoff nicht sicher sei. Besonders deutlich stieg das Misstrauen in Spanien und Italien, um jeweils 27 Prozentpunkte.

Deutsche unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement

Ein Jahr nach den ersten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind fast zwei Drittel der Deutschen unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Yougov“ im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigen sich 34 Prozent „sehr unzufrieden“ und weitere 31 Prozent „eher unzufrieden“ mit dem Agieren der Regierung in der Krise. Dagegen sind nur vier Prozent „sehr zufrieden“ und 26 Prozent „eher zufrieden“. Fünf Prozent machen keine Angaben. Noch schlechtere Noten als das Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel insgesamt bekommt Gesundheitsminister Jens Spahn. Nur 24 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, 69 dagegen unzufrieden.
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Ex-Skistar Neureuther fordert mehr Freiheiten für Kindersport

Der frühere Skistar Felix Neureuther hat eine andere Prioritätensetzung bei den Corona-Restriktionen gefordert. „Dann dürfen wir nach Mallorca fliegen, aber dürfen nicht in unserer Heimat draußen Sport machen“, sagte der 36 Jahre alte Experte in der ARD. Es gehe ihm insbesondere um die Kinder, und nicht darum, ob irgendjemand Urlaub auf Mallorca macht. Heute tagt die nächste Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. Ein Beschlussentwurf aus dem Kanzleramt setzt auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April, er betrifft auch die Restriktionen für den Sport.

Tausende vor Überschwemmungen in Australien auf der Flucht

Die heftigen Überschwemmungen im Südosten Australiens haben Tausende Menschen in Sydney und Umgebung zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen. Bis heute gab es laut Behörden 20 Evakuierungsbefehle. 18.000 Menschen wurden nach Angaben der Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, in Sicherheit gebracht, davon 15.000 in der Küstenregion nördlich von Sydney und 3000 in West-Sydney.
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