Cannabis-Konsum in Corona-Pandemie: Experten sehen intensiveren Verbrauch

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Cannabis, Symbolbild - SNA, 1920, 21.03.2021
Vor der Corona-Pandemie ist der Cannabis-Verbrauch deutlich zurückgegangen, aber die Fachleute deuten nun darauf hin, dass sich seit dem Virus-Ausbruch der Konsum intensiviert haben könnte. Dies meldet die DPA unter Verweis auf das Frankfurter Drogenreferat und das Centre for Drug Research an der Frankfurter Goethe-Universität am Sonntag.
Wissenschaftler und Sozialarbeiter gehen davon aus, dass es in der Pandemie zwar nicht mehr, aber intensiveren Konsum gibt. 2019 war Kiffen bei Jugendlichen deutlich weniger verbreitet als in den Vorjahren. „Nur noch jede und jeder dritte Jugendliche gab an, mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben“, heißt es im jüngsten „Monitoring System Drogentrends“ (MoSyD). Die Bereitschaft, Cannabis auszuprobieren, erreichte den Wissenschaftlern zufolge sogar „ihren Tiefstwert seit Beginn der Befragung im Jahr 2002“.
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Bernd Werse vom Centre for Drug Research glaubt nicht, dass während Corona mehr Jugendliche angefangen haben zu kiffen. Im Lockdown habe es nicht nur weniger Treffen und damit weniger Anlässe gegeben, sondern auch weniger Gelegenheiten. Allerdings deute vieles auf eine Intensivierung hin: „Wer schon vorher Cannabis konsumiert hat, hat seinen Konsum gesteigert“, sagte Werse.
Die Polizei hat bisher keine Zunahme des Cannabis-Konsums registriert. „Mit Blick auf die Corona-Pandemie dürfte dies unter anderem mit dem geringeren Personenaufkommen in der Öffentlichkeit zusammenhängen“, sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt.
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