Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Munitionsaffäre bei Bundeswehr: Disziplinare Vorermittlungen gegen KSK-Kommandeur eingeleitet

CC BY-SA 4.0 / Tim Rademacher / Wikimedia Commons (cropped)Soldaten der KSK-Einheit beim Tag der Bundeswehr 2017 auf dem Heeresflugplatz Faßberg
Soldaten der KSK-Einheit beim Tag der Bundeswehr 2017 auf dem Heeresflugplatz Faßberg - SNA, 1920, 21.03.2021
Abonnieren
Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat im Zusammenhang mit der Munitionsaffäre im Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr disziplinare Vorermittlungen gegen den Kommandeur des KSK, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, eingeleitet. Dies teilte das Ministerium laut der Nachrichtenagentur DPA am Sonntag mit.
Die CDU-Politikerin habe damit die Wehrdisziplinaranwaltschaft des Sanitätsdienstes beauftragt, die dann ein Verfahren vor einem Truppendienstgericht prüfe, so die Agentur. Während der disziplinaren Vorermittlungen bleibe Kreitmayr auf seinem Kommandeursposten.
„Wie jeder Soldat hat Brigadegeneral Kreitmayr ein faires und transparentes Verfahren verdient, das auch seine Motive und die Hintergründe berücksichtigt“, zitiert die DPA Kramp-Karrenbauer.
Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv) - SNA, 1920, 17.03.2021
Munitionsaffäre in der Bundeswehr: Datensätze beim Kommando Spezialkräfte gelöscht
Kreitmayr führt nach zahlreichen Skandalen einen Reformprozess in der Eliteeinheit des Deutschen Heeres. Ihm wird aber angelastet, dass Soldaten im vergangenen Jahr gehortete oder auch gestohlene Munition ohne weitere Registrierung zurückgeben konnten. Dabei handelt es sich um einen Regelverstoß. Erklärtes Ziel war es, Munition umfassend unter Kontrolle zu bringen.
„Für mich ist klar, dass die Kultur der systematischen Missachtung von Regeln beim Umgang mit Munition vor der Übernahme des Kommandos durch General Kreitmayr auch Fragen an die Kommandoebene des KSK mindestens der Jahre 2017 und 2018 aufwirft sowie an die zuständige Dienstaufsicht“, so die Verteidigungsministerin.
Sie und Generalinspekteur Eberhard Zorn, Deutschlands ranghöchster Soldat, werden das KSK bereits am Montag in Calw besuchen, um vor der Veröffentlichung eines zweiten Zwischenberichts zu den Reformen im KSK persönlich mit den Soldaten zu sprechen. Die Veröffentlichung des Berichts zur Umsetzung der Maßnahmen gegen rechtsextremistische Tendenzen beim KSK ist für Dienstag vorgesehen.
US- und Bundeswehr-Truppen bei einer Anti-Demo-Übung im Rahmen der KFOR-Mission (Archivbild) - SNA, 1920, 20.03.2021
„Nato 2.0“: USA könnten bald Mitglied des EU-Verteidigungsbündnisses werden
„Das Kommando Spezialkräfte ist eine hochspezialisierte Einheit, die sich in schweren Einsätzen bewährt hat. Das KSK muss aber in den nächsten Wochen und Monaten weiter beweisen, dass es zu einem grundlegenden Wandel seiner Binnenkultur fähig ist“, sagte Kramp-Karrenbauer zum Stand der Reformen. „Von mir gibt es für das KSK weder einen Freifahrtschein noch eine Vorverurteilung.“
Früheren Berichten zufolge soll das Verteidigungsministerium bei den Ermittlungen zur Munitionsaffäre im KSK gelöschte Daten festgestellt haben. Deswegen laufe bei der Bundeswehr ein Disziplinarverfahren, das die Hintergründe klären soll und weitere Vorwürfe wie Falschmeldungen einschließe.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала