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„Müssen freier denken“: Söder unterstützt „Sputnik V“-Herstellung in Deutschland

© SNA / Chedly Ben IbrahimDer russische Impfstoff Sputnik V (Symbolbild)
Der russische Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.03.2021
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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” eine Produktion des russischen Coronavirus-Impfstoffes „Sputnik V“ in Deutschland nicht ausgeschlossen.
Im am Sonntag veröffentlichten Gespräch forderte der CSU-Chef ein „freieres Denken“ in der Pandemie und warb dafür, „neben dem Schutz vor Mortalität“ den Gewinn an Mobilität als weiteres Impfziel zu definieren.
„Wir können jetzt schon an der Grenze zu Tschechien unabhängig von der starren Priorität nach Infektionsgeschehen impfen, damit immunisieren und die Ausbreitung verlangsamen.“
Das Vorgehen erfasse auch Pendler und Arbeitnehmer und sollte auf das ganze Land ausgerollt werden, wenn es mehr Impfstoff gebe, zitiert das Blatt den Ministerpräsidenten. Aus seiner Sicht sollen außerdem die Schüler ab 16 Jahren geimpft werden.
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„Überhaupt müssen wir freier denken“, fordert Söder. „Dazu gehört auch, so bald wie möglich den russischen Impfstoff ‚Sputnik V‘ zuzulassen, wenn er die Voraussetzungen erfüllt.“
Der vom Moskauer Gamaleja-Institut entwickelte und bereits im August als weltweit erster registrierte Impfstoff könne künftig in Deutschland produziert werden.
Am Freitag teilte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek mit, dass der Freistaat die Impfstoffproduktion im Freistaat vorantreiben wolle. Dafür werden derzeit auch Möglichkeiten für einen Standort im schwäbischen Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) geprüft. Auch „Sputnik V“ könnte nach einer Zulassung durch die EMA in Bayern hergestellt werden.
„Wenn ‚Sputnik V‘ anschließend in der EU zugelassen wird, würde ich mich freuen, wenn der Impfstoff auch aus Bayern kommen könnte“, sagte Holetschek laut der offiziellen Webseite des Ministeriums. „Auch ich selbst würde mich damit impfen lassen, wenn unsere Experten und obersten Behörden ihn für gut befinden.“
Das Unternehmen R-Pharm gab in der Mitteilung bekannt, dass es mehr als 30 Millionen Euro in den Ausbau der impfstofftauglichen Produktion am Standort Illertissen investiere.

„Sputnik V“

Nach Informationen der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ zeigte „Sputnik V“ in der dritten Testphase eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am 4. März ein beschleunigtes Verfahren zur Zulassung des russischen Präparats begonnen.
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Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am Freitag für den „Sputnik V“-Einsatz ausgesprochen, wenn dieser eine Zulassung für Deutschland erhalte. Sie bevorzuge zwar eine gemeinsame europäische Bestellung. Sollte es aber nicht dazu kommen – wofür es keine Anzeichen gebe – werde dies Deutschland auch alleine tun, erklärte die Kanzlerin.
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