Von der Leyen will Lieferengpässe mit „Astra-Zeneca“ klären – Bei „Sputnik V“ Klärungsbedarf

© REUTERS / POOLPräsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen
Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen - SNA, 1920, 19.03.2021
Die Europäische Kommission habe einen Brief an den Pharmakonzern „Astra-Zeneca“ wegen Lieferschwierigkeiten beim Corona-Impfstoff gesendet. Einzelheiten teilte die Kommissionschefin von der Leyen der italienischen Zeitung „La Repubblica“ mit.
„Wir wollen ein strukturiertes Vorgehen zur Lösung der Kontroversen in Gang setzen“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gegenüber der italienischen Zeitung „La Repubblica“ am Freitag. Es gebe einige offene Punkte bei den Verträgen und der beste Weg, sie zu klären, sei „dieser“. Das Schreiben wurde laut Kommission schon am Donnerstag verschickt.
Zudem ist mit Blick auf einen möglichen Vertrag für den russischen Impfstoff „Sputnik V“ das Thema Lieferungen wichtig. Die Daten des russischen Vakzins würden derzeit bewertet. Eine formale Zulassung sei aber noch nicht beantragt worden, so von der Leyen.
„Der zweite grundlegende Punkt ist – und das sehen wir bei ‚Astra-Zeneca‘ –, dass ein Unternehmen in der Lage sein muss, die Lieferungen einzuhalten“
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf einer Pressekonferenz zu Problemen der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Brüssel, 17. Februar 2021 - SNA
Ursula von der Leyen
Präsidentin der Europäischen Kommission
Im Moment habe man noch keinen Nachweis für die Produktionskapazität für „Sputnik V“ gesehen. Die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) müsse vor der Genehmigung auch die Produktionsstätten und deren Qualität prüfen, erklärte von der Leyen.
Die Kommissionspräsidentin hält außerdem weiterhin an dem Ziel fest, bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union (EU) impfen zu wollen. Sie sei äußert zuversichtlich, dieses Ziel auch zu erreichen. Man werde am Ende verstehen, dass es der richtige Schritt sei, als EU zusammen zu stehen, so die 62-Jährige.
Liefercontainer mit dem russischen Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 19.03.2021
„Warum wird Sputnik V nicht bestellt?“ – Journalisten nehmen Spahn-Sprecher ins Kreuzverhör – Video
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала