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Grenzstreit zwischen Somalia und Kenia: Wer bekommt die „Goldgrube“?

CC BY-SA 3.0 IGO / ESA / A.GerstSatellitenfoto der Somalias Küste
Satellitenfoto der Somalias Küste - SNA, 1920, 19.03.2021
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In einem Grenzstreit zwischen Somalia und Kenia soll der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag entscheiden. Bei dem 160.000 Quadratkilometer großen Randgebiet geht es um mehr als nur symbolische Territorialmacht: Reich an Fischbeständen und Erdöl, könnte sich dieses als „Goldgrube“ entpuppen.
Seit Jahren streiten sich Kenia und Somalia um ein Gebiet im indischen Ozean. Es umfasst 160.000 Quadratkilometer und entspricht somit der Fläche von Tunesien. Das Gebiet soll äußerst reich an Fischbeständen, Erdöl und Gas sein, weswegen beide Länder ein großes Interesse daran haben. Da auf bilateralem Wege nichts geklärt werden konnte, zog Somalia 2014 vor den Internationalen Gerichtshof (IGH).
Richter des IGH in Den Haar haben sich die vergangenen sechs Wochen vorgenommen, den Fall der Seegrenzen zwischen den Ländern zu klären. Während die somalische Delegation vorbereitet gekommen ist und mit Hilfe von Anwälten und Gutachtern Argumente, Dokumente und Karten vorlegen konnte, sagte die kenianische Delegation kurzfristig ab. Begründet haben sie die Absage mit der fehlenden Vorbereitung wegen der Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie. Außerdem finden sie eine virtuelle Anhörung für den komplexen Fall nicht geeignet, schreibt das „Schweizer Radio und Fernsehen“ (SRF) in einem Bericht.
Amtseintritt von Samia Suluhu Hassan, 19. März 2021 - SNA, 1920, 19.03.2021
Tansanias erste Staatspräsidentin

Ausgangslage

In Somalia fordert, dass die Seegrenze diagonal zur Landesgrenze Richtung Südosten verläuft. Kenia hingegen will den Verlauf der Grenzen nach Osten – parallel zum Breitengrad.
Der somalischen Regierung würde ein positives Urteil vom Gericht viel helfen, betont der stellvertretende Premierminister Mahdi Mohamed Guled.

„Es würde uns Zugang zu Ressourcen geben, die uns rechtlich zustehen, und die uns möglicherweise entscheidendes Kapital verschaffen, um künftig die Stabilität und den Wohlstand unserer Nation zu sichern. Unserer Nation, die nach jahrelangem Krieg, nach Katastrophen und Terroranschlägen nach und nach wieder auf die Beine zu kommen versucht.“

Mahdi Mohamed Guled
Stellvertretender Premierminister, Somalia
Ob das Urteil des Gerichts die Probleme beider Länder lösen wird, ist derzeit nicht absehbar.
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