„Sputnik V“-Impfstoff: Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit steht in direktem Kontakt mit RDIF

© SNA / HandoutExportversion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in Argentinien
Exportversion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in Argentinien - SNA, 1920, 18.03.2021
Das schweizerische Bundesamt für Gesundheit steht laut dem russischen Botschafter in Bern, Sergej Garmonin, seit November 2020 im Kontakt mit dem Russischen Direktinvestitionsfonds RDIF in Bezug auf den Corona-Impfstoff „Sputnik V“.
„Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat auf unsere Vorschläge bezüglich des Impfstoffs ,Sputnik V‘ reagiert, und seit dem vergangenen November befindet es sich im direkten Kontakt mit dem RDIF zu diesem Thema“, sagte Garmonin.
Die Registrierung von „Sputnik V“ würde seinen Worten zufolge zur Ausweitung der Möglichkeiten des Landes für die Durchführung einer effektiven Vakzinierungskampagne aufgrund objektiven Mangels an westlichen Präparaten beitragen.
„Hier stoßen wir aber auf bürokratische und politisch bedingte Aspekte, die trotz der Offenkundigkeit der Frage (…) nicht immer zur Findung einer schnellen Lösung beitragen. Wir alle erinnern uns daran, wie zunächst westliche Medien um ,Sputnik V‘ herum einen negativen Informationshintergrund schaffen wollten, der schließlich von angesehenen Vertretern der Welt-Expertengemeinschaft desavouiert wurde.“
Griechische Flagge (Archivbild) - SNA, 1920, 17.03.2021
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Schrittweise komme die Situation in Ordnung, vor allem nach der Veröffentlichung der Angaben über den russischen Impfstoff in der Fachzeitschrift „Lancet“.
„So hat das erste schweizerische Unternehmen – ,Adienne Pharma & Biotech‘ – bereits ein Abkommen über die Produktion des Impfstoffs ,Sputnik V‘ auf dem Territorium Italiens geschlossen. Ich möchte hoffen, dass in diesem Fall, wenn es um die Rettung von (…) Millionen Leben geht, die Vernunft und eine konstruktive Herangehensweise unserer Partner die Oberhand gewinnen“, so der Botschafter.

„Sputnik V“

Der vom russischen Gamaleja-Institut entwickelte Corona-Impfstoff „Sputnik V“ wurde bereits im August als weltweit erster registriert. Nach Informationen der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ zeigte das Präparat in der dritten Testphase eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Laut Alexander Ginsburg, dem Leiter des Gamaleja-Instituts, bietet der Impfstoff einen hundertprozentigen Schutz vor einem schweren und mittelschweren Krankheitsverlauf.
Der russische Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.03.2021
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Der Einsatz des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ wurde bereits in Weißrussland, Argentinien, Bolivien, Serbien, Algerien, Palästina, Venezuela, Paraguay, Turkmenistan, Ungarn, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran, der Republik Guinea, Tunesien, Armenien, Mexiko, Nicaragua, der Republika Srpska (Entität von Bosnien und Herzegowina), dem Libanon, Myanmar, Pakistan, der Mongolei, Bahrain, Montenegro, Saint Vincent und den Grenadinen, Kasachstan, Usbekistan, Gabun, San Marino, Ghana, Syrien, Kirgistan, Guyana, Ägypten, Honduras und Guatemala genehmigt. Auch Deutschland und Österreich haben Interesse an Corona-Impfstoffen aus Russland gezeigt.
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