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Grillen mit 1200 Grad: Bergsteiger brutzeln Würstchen am speienden Vulkan auf Kamtschatka – Video

© SNA / Alexander PiragisVulkanausbruch auf Kamtschatka (Archivbild)
Vulkanausbruch auf Kamtschatka (Archivbild) - SNA, 1920, 18.03.2021
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In 2850 Metern über Null, am Seitendurchbruch eines Vulkans hauen Bergsteiger eine Packung Würstchen in die Pfanne. So geht Tourismus auf Kamtschatka, der großen Halbinsel in Russlands fernem, fernem Osten.
Der Feuerberg speit, Lava strömt aus dem Schlackenkegel, Lavabomben fliegen umher, eine Touristengruppe schlendert am Rande des Kraters und macht sich auf den glühend heißen Lavamassen ein Paar Würstchen zum Frühstück. „Von Spiegelei allein sind wir nicht satt geworden“, sagt eine Männerstimme auf dem Video, gedreht auf der Kljutschewskaja Sopka vor wenigen Tagen.
„Du brauchst kein Lagerfeuer, der Herd ist gleich nebenan – diesen Scherz hört man hier sehr oft. Aber es bleibt gefährlich, einen Vulkan beim Ausbruch zu besteigen. Lavabomben können einen treffen oder ein Gletscher bricht, weil er durch die Hitze der Lava aufgetaut ist. Diese Gefahren bestehen wirklich. Natürlich kann es gutgehen, wenn man umsichtig ist. Aber die Jungs auf dem Video hatten einfach nur Glück“, sagt Vulkanforscherin Olga Girina vom Institut der Vulkanologie und Seismologie der Russischen Akademie der Wissenschaften. Die Gelehrte ist Mitglied einer Gruppe, die auf der Halbinsel Kamtschatka Vulkanausbrüche erforscht.
An die 50 Touristen sind am 16. März auf dem Vulkan gewesen: Einige kamen mit dem Hubschrauber, andere mit Schneemobilen – viele stiegen den Schlackenkegel hoch. Keiner der Bergsteiger ist von einer Lavabombe erschlagen worden. Einfach nur Glück…
„Die Lavabomben werden mit enormer Geschwindigkeit aus dem Vulkaninneren geschleudert und gehen auf dem Hang des Kegels nieder“, sagt Olga Girina. Diese Lavaklumpen seien teilweise so schnell wie ein Eishockeypuck bei einem Profi-Spiel.
Die Kljutschewskaja Sopka befindet sich 360 Kilometer nördlich von Petropawlowsk-Kamtschatski, der Hauptstadt der Halbinsel Kamtschatka. Wissenschaftler schätzen das Alter des Feuerbergs auf 7000 Jahre. Der Vulkan selbst ist mit einer Höhe von 4800 Metern der höchste noch aktive feuerspeiende Berg Eurasiens. Dessen Hauptkrater hat einen Durchmesser von rund 700 Metern, daneben existieren in Höhen zwischen 500 und 3600 Metern an die 80 sogenannte Seitendurchbrüche: Risse an den Hängen, aus denen ebenfalls Lava ausströmt. Seit dem 18. Februar tritt Lava aus einem Seitenbruch in 2850 Metern Höhe am nordwestlichem Hang des Vulkans aus.
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