Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach Astrazeneca-Impfstopp: Ost-Ministerpräsidenten plädieren für „Sputnik V”-Zulassung

© REUTERS / STEVO VASILJEVICRussischer Impfstoff "Sputnik V" in Montenegro
Russischer Impfstoff Sputnik V in Montenegro  - SNA, 1920, 18.03.2021
Abonnieren
Michael Kretschmer, Reiner Haseloff und Bodo Ramelow haben angesichts der Aussetzung der Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin den Einsatz des russischen Corona-Impfstoffes „Sputnik V” gefordert.
Im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag sagte Sachsens Ministerpräsident Kretschmer, er habe „nicht die geringsten Zweifel”, dass Russlands Wissenschaft imstande sei, einen leistungsfähigen Impfstoff zu entwickeln. Und weil Deutschland bei den Impfstoffen Kapazitätsprobleme habe, rief Kretschmer zur Zulassung des russischen Präparats auf.
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zeigte sich bei der Zuverlässlichkeit russischer Impfstoffe sicher: „Schon als Kind bin ich mit einem russischen Impfstoff gegen Kinderlähmung immunisiert worden. Ich habe da keine Probleme.”
Er unterstrich, dass die Herkunft der Arznei keine Rolle spielen sollte, wenn es um die Gesundheit der Menschen gehe.
„Grundsätzlich aber gilt: Im Kampf gegen Corona ist uns jeder Impfstoff willkommen, der sicher ist und wirkt und uns so hilft, die Pandemie zu überwinden”, so Haseloff gegenüber der Funke-Gruppe.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte den Funke-Zeitungen, er wünsche sich beim Thema Zulassung alternativer Impfstoffe „seit langem viel mehr Druck von der Bundesregierung”.
Der russische Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.03.2021
„Sputnik V“ in Europa herstellen: EU-Kommissar Breton ist dafür
Die Abhängigkeit von Astrazeneca mache die Impfstrategie angreifbar. „Es ist deshalb wichtig, dass endlich das Thema „Sputnik V“ mit Nachdruck bearbeitet wird. Ich höre schon seit Wochen, dass Unterlagen fehlen. Wenn das wirklich so sein sollte, dann muss man das mit Russland rasch klären.”
Er selbst wolle seine Kanäle nach Russland nutzen, um dabei zu helfen. „Ich will keine politische Zulassung. Aber ich will auch keine politische Ablehnung”, erklärte Ramelow.

Astrazeneca-Impfstopp

In Deutschland waren die Impfungen mit Astrazeneca am Montag ausgesetzt worden. Laut Bundesgesundheitsministerium wurden bis Dienstagabend bundesweit acht Fälle mit Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet. Die Zahl der Fälle ist statistisch höher als in der Bevölkerung ohne Impfung. Derzeit wird untersucht, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Thrombose besteht. Von der EMA wird am Donnerstag eine Empfehlung zur Sicherheit des Impfstoffs erwartet.

„Sputnik V”

„Sputnik V“ war im August 2020 in Russland als weltweit erster Coronavirus-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen worden. Anfang Februar hatte das medizinische Fachjournal „The Lancet“ die Ergebnisse der Phase III der klinischen Studien von „Sputnik V“ veröffentlicht, die seine hohe Wirksamkeit und Sicherheit bestätigen. Der Einsatz des Vakzins ist inzwischen in über 40 Staaten genehmigt worden.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала