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„Wirtschaftsweise“ spielen Konjunkturprognose für 2021 herunter

© AFP 2021 / JOHN MACDOUGALLDas Pharmaunternehmen IDT Biologika soll die Produktion des Corona-Vakzins des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson aufnehmen. Dessau, 17. März 2021
Das Pharmaunternehmen IDT Biologika soll die Produktion des Corona-Vakzins des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson aufnehmen. Dessau, 17. März 2021 - SNA, 1920, 17.03.2021
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Angesichts der anhaltenden Corona-Krise haben die „Wirtschaftsweisen“ ihre Konjunkturprognose für 2021 nach unten revidiert. Im ersten Quartal wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung erwartet, teilte der Sachverständigenrat am Mittwoch nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur mit.
Experten weisen außerdem auf das Risiko hin, dass ein starker Anstieg der Infektionszahlen die konjunkturelle Erholung verzögern könnte - vor allem wenn die Industrie stark von Einschränkungen und Betriebsschließungen betroffen wäre. Im ersten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland um etwa zwei Prozent zurückgehen.

Aktivere Immunisierung der Bevölkerung geboten

Es gebe aber Chancen für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung, wenn die Bevölkerung schneller als erwartet geimpft und Einschränkungen aufgehoben werden, so die „Wirtschaftsweisen“.
Für das laufende Jahr erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 3,1 Prozent. Damit wurden die bisherigen Erwartungen heruntergeschraubt. In der im November vorgelegten Prognose gingen die Experten noch von einem BIP-Wachstum um 3,7 Prozent im Jahr 2021 aus.

Infektionszahlen nach unten drücken

„Sobald es gelingt, das Infektionsgeschehen effektiv zu begrenzen und größere Anteile der Bevölkerung zu impfen, dürften sich die von den Kontaktbeschränkungen oder Schließungen stark betroffenen Dienstleistungsbereiche wie das Gastgewerbe oder der stationäre Einzelhandel wieder beleben“, erklärte der „Wirtschaftsweise“ Achim Truger. „Dies dürfte zu einem kräftigeren Wachstum beitragen.“
Hamburger Hafen (Archivbild) - SNA, 1920, 16.03.2021
Hamburger Hafen am stärksten betroffen: Seegüterumschlag ist gesunken

Dritte Infektionswelle wäre fatal...

Als größtes Risiko für die Konjunktur in Deutschland sehen die Experten eine mögliche dritte Infektionswelle - und zwar dann, wenn diese wieder zu Einschränkungen oder gar Betriebsschließungen in der Industrie führen würde.
Das Gremium forderte die Politik auf, das Tempo bei den Impfungen zu erhöhen. „Damit Deutschland das EU-Ziel, 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu impfen, bis Ende September 2021 erreicht, muss die aktuelle Anzahl der täglichen Impfungen in den Impfzentren um 50 Prozent gesteigert werden“, betonte die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berät die Politik. Die Experten werden umgangssprachlich auch als die „Wirtschaftsweisen“ bezeichnet.
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