Nachtnews: Laschet fordert mehr Tempo beim Impfen, Dehoga will Osterurlaub auch in Deutschland

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 17.03.2021
Laschet fordert mehr Tempo beim Impfen; Medizinrechtler hält Stopp von Astrazeneca-Impfung für rechtlich angreifbar; Massaker im Niger; Dehoga will Osterurlaub auch in Deutschland; Kretschmann stellt weitere Lockerung des Lockdowns ab Montag in Frage; Acht Menschen bei drei Vorfällen in Georgia erschossen
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

Laschet fordert mehr Tempo beim Impfen

Nordrhein-Westfalens Minsterpräsident Armin Laschet fordert mehr Tempo beim Vakzinieren gegen das Coronavirus. Man müsse von der Impfbürokratie herunterkommen, schneller werden und auch am Wochenende impfen, sagte der CDU-Vorsitzende in der ARD. Er räumte ein, dass das Aussetzen der Immunisierungen mit Astrazeneca die Planungen zurückgeworfen habe, betonte aber, wenn es Warnungen der Wissenschaft gebe, sollte die Politik Ratschläge übernehmen. Nach der Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur am heutigen Tag folgt nach Angaben von Laschet dann am Freitag der Impfgipfel von Bund und Ländern.
Der Platz Piazza Navona in Rom  - SNA, 1920, 14.03.2021
Italien will bis Herbst vier Fünftel der Bevölkerung impfen

Medizinrechtler hält Stopp von Astrazeneca-Impfung für rechtlich angreifbar

Der Verfassungs- und Medizinrechtler Josef Franz Lindner hält die Entscheidung der Bundesregierung, das Impfen mit dem Vakzin von Astrazeneca auszusetzen, für angreifbar. Es sei rechtlich problematisch, dem Einzelnen die Entscheidung über das Risiko möglicher Komplikationen bei der Verabreichung eines zugelassenen Impfstoffs abzunehmen. Das sagte Lindner der Nachrichtenagentur AFP. Jeder sollte nach einer Aufklärung selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen wolle. Die Aussetzung der Impfung werde zu Todesfällen wegen Covid-19 bei Menschen führen, die jetzt nicht immunisiert werden könnten. Das Medikament sei zugelassen und faktisch verfügbar, so Lindner. Allerdings handle es sich bei der Entscheidungsfreiheit um eine theoretische Möglichkeit, weil das Vakzin in den Impfzentren momentan eben nicht mehr angeboten werde.

Massaker im Niger

In dem von Terror heimgesuchten westafrikanischen Staat Niger sind mindestens 58 Menschen bei einem Massaker ums Leben gekommen. Laut einer im Staatsfernsehen verlesenen Regierungserklärung wurde für heute eine Staatstrauer angeordnet. Die Attacke hatte sich bereits am Montag im Nordwesten des Landes, an der Grenze zu Mali, ereignet. Sie richtete sich gegen Händler, die von einem nahe gelegenen Markt zurückkehrten. Die Hintergründe sind zunächst unklar. Bisher habe sich keine Gruppierung zu dem Angriff bekannt.

Dehoga will Osterurlaub auch in Deutschland

Die Kritik an der Tourismuspolitik der Bundesregierung reißt nicht ab, seit insbesondere die Balearen nicht mehr als Risikogebiet gelten und viele Auflagen für Urlaubsrückkehrer aufgegeben wurden. Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das könne niemand verstehen und sie könne es auch niemandem erklären, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch an der deutschen Küste gebe es zum Teil niedrige Inzidenzwerte. Die Branche habe keine Öffnungsperspektive bekommen, obwohl Hotels nicht als Pandemie-Treiber gelten. Die Wut, Verzweiflung und Existenzängste in der Hotellerie und Gastronomie wachsen nach ihren Worten sehr dramatisch.
Leuchtturm im Norden von Mallorca - SNA, 1920, 14.03.2021
Reisen nach Mallorca ohne Quarantäne und Testpflicht wieder möglich

Kretschmann stellt weitere Lockerung des Lockdowns ab Montag in Frage

Wegen steigender Infektionszahlen hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die für Montag geplante weitere Lockerung des Lockdowns in Frage gestellt. Er sagte in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“, er erwäge, die Öffnung erstmals auszusetzen und am Montag zunächst zu besprechen, was man riskieren könne. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist im Südwesten landesweit auf 79,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gestiegen. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 60,7.

Acht Menschen bei drei Vorfällen in Georgia erschossen

Acht Menschen sind bei drei verschiedenen Vorfällen in Wellnesseinrichtungen in und in der Nähe der Stadt Atlanta im südlichen US-Bundesstaat Georgia erschossen worden. In Cherokee County fand die Polizei zwei durch Schüsse getötete und drei verletzte Menschen in einem asiatischen Massage-Salon, wie CNN und NBC News berichteten. Zwei Verletzte seien im Krankenhaus gestorben. In Atlanta entdeckte die Polizei nach einem Raubüberfall auf eine Wellnesseinrichtung drei erschossene Menschen. In einem Aromatherapie-Spa sei noch ein weiterer Toter aufgefunden worden. Es sei zu früh, um Verbindungen herzustellen, sagte ein Polizeisprecher.
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