Viereinhalb Jahre Haft und Unterbringung in Entzugsanstalt für Corona-Betrüger

CC0 / Pixabay/Ichigo121212 / Gefängnis (Symbolbild)
Gefängnis (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.03.2021
Im Fall des millionenschweren Betrugs mit Corona-Soforthilfen ist der 31-jährige Angeklagte vom Landgericht München I zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Zudem soll der Mann in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden, berichtet die DPA.
Weil er 91 Anträge in sechs Bundesländern gestellt hatte, um sich Corona-Soforthilfen von rund 2,5 Millionen Euro zu erschleichen, stand am Mittwoch ein 31-jähriger Mann vor Gericht. Zwischen März und April 2020 hatte der mehrfach vorbestrafte Mann teils unter fremden Identitäten Anträge auf Corona-Soforthilfen in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland gestellt. Drei Anträge sind positiv beschieden worden, insgesamt 67.776 Euro flossen auf das Konto des Mannes.
Als „stümperhaft“ hatte die Verteidigung das Vorgehen des Betrügers bezeichnet, weil dieser stets die gleiche Kontonummer als Ziel angegeben hatte. Dies hätte den Behörden doch auffallen müssen, so die Argumentation. Tat es auch, und zwar einem Sachbearbeiter in Bayern. Laut der Staatsanwaltschaft bemerkte dieser die Häufung der Kontonummer bei der Sparkasse Dortmund, und die Zahlungen wurden gestoppt.
Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.03.2021
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Im Mai wurde der 31-Jährige festgenommen. Das am Mittwoch am Landgericht München I ergangene Urteil sieht vier Jahre und sechs Monate Freiheitsentzug sowie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt vor. Damit bleibt das Gericht nur wenig unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, wegen Fluchtgefahr bleibt der Mann jedoch in Untersuchungshaft.
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