Illegale Kartoffeleinfuhr aus Deutschland über Kasachstan nach Russland: Ermittlung eingeleitet

© PATRIK STOLLARZKartoffeln (Symbolbild)
Kartoffeln (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.03.2021
Das Landwirtschaftsministerium der Republik Kasachstan untersucht einen Vorfall der vermutlichen Einfuhr von Kartoffeln aus der deutschen Produktion aus Kasachstan nach Russland. Dies geht aus einer Mitteilung des Ministeriums hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Demnach traf am Dienstag bei dem Landwirtschaftsministerium Kasachstans ein Schreiben der russischen Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor ein, das über eine Einfuhr von sanktionierten Produkten in die Russische Föderation informierte. Dem eingeführten Obst sei ein Pflanzengesundheitszeugnis des nordkasachischen Gebiets beigefügt worden, hieß es.
Daraufhin habe der Staatliche Inspektionsausschuss des kasachischen Landwirtschaftsministeriums eine Untersuchung durchgeführt und festgestellt, dass die regionale Inspektion des Gebiets Aqtöbe am 2. März der Firma KazEuroplant LLP ein Pflanzengesundheitszeugnis für 60 Tonnen Speisekartoffeln zur Lieferung an die Firma RusEuroplant in Russland ausgestellt habe.
Das Dokument sei in strikter Übereinstimmung mit dem Beschluss Nr. 318 der Kommission der Zollunion und den Anforderungen der Einheitlichen Regeln und Vorschriften für die Sicherstellung der Pflanzenquarantäne auf dem Zollgebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion erstellt worden, die von dem Rat der Eurasischen Wirtschaftskommission durch den Beschluss Nr. 159 am 30. November 2016 genehmigt worden seien.
Der Staatliche Inspektionsausschuss des kasachischen Landwirtschaftsministeriums ermittle derzeit zum Vorfall, die Ergebnisse dieser Ermittlung sollten nachträglich bekannt gegeben werden, hieß es.
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Zuvor hatte die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor den Staatlichen Inspektionsausschuss des kasachischen Landwirtschaftsministeriums gebeten, die Ausstellung von Pflanzengesundheitszeugnissen für Kartoffellieferungen nach Russland auszusetzen.
Nach Angaben der russischen Behörde waren Versuche entdeckt worden, sanktionierte Waren aus der Republik Kasachstan einzuführen. So seien am 3. März in der grenznahen Region Orenburg drei Fahrzeuge festgestellt worden, die insgesamt 60 Tonnen Kartoffeln aus deutscher Produktion befördert haben sollen, die allerdings als kasachische Produkte deklariert worden seien.
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