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Thrombose nach AstraZeneca-Impfung: Vor allem Frauen betroffen – Paul-Ehrlich-Institut

© REUTERS / DADO RUVICAstraZeneca-Impfstoff
AstraZeneca-Impfstoff - SNA, 1920, 16.03.2021
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Mehrere EU-Länder haben vor Kurzem die Verabreichung des Impfstoffes von AstraZeneca ausgesetzt, nachdem Berichte über Thrombose-Fälle die Runde gemacht hatten. Laut dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) waren davon größtenteils Frauen in jüngerem bis mittlerem Alter betroffen.
Die sieben Fälle einer speziellen Thrombose hätten Menschen zwischen etwa 20 und 50 Jahren betroffen, teilte das PEI mit. Sechs davon hätten eine sogenannte Sinusvenenthrombose gehabt, alles Frauen in jüngerem bis mittlerem Alter. Ein weiterer Fall mit Hirnblutungen bei Mangel an Blutplättchen sei medizinisch sehr vergleichbar gewesen.
„Alle Fälle traten zwischen 4 und 16 Tagen nach der Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff AstraZeneca auf“, hieß es. Drei der sieben Betroffenen seien verstorben.
Alle zur Einschätzung herangezogenen Expertinnen und Experten seien einstimmig der Meinung gewesen, dass hier ein Muster zu erkennen und ein Zusammenhang der gemeldeten Erkrankungen mit der AstraZeneca-Impfung „nicht unplausibel“ sei, hieß es vom PEI.
Die Zahl der Fälle nach einer solchen Impfung ist demnach statistisch signifikant höher als die Anzahl von Hirnvenenthrombosen, die normalerweise in der Bevölkerung ohne Impfung auftreten: „Etwa ein Fall wäre zu erwarten gewesen, sieben Fälle waren gemeldet worden.“

Impfstoff vorsorglich ausgesetzt

Von den schwerwiegenden Hirnvenenthrombosen mit Blutplättchenmangel sei nicht die Altersgruppe betroffen, die ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Covid-19-Verlauf habe. Betroffen seien nicht Senioren, sondern Menschen in jüngerem bis mittlerem Alter.
„Nach Gesamtbetrachtung und Erwägung der genannten Fakten hat das Paul-Ehrlich-Institut empfohlen, die Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca in Deutschland vorsorglich auszusetzen, um die Fälle weiter zu analysieren“, so das Fazit des Instituts. Experten der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) werden demnach nun im Verlauf der Woche prüfen, ob und wie sich die Erkenntnisse auf das Nutzen-Risiko-Profil des Astrazeneca-Impfstoffs und die EU-Zulassung des Impfstoffes auswirken.
Bereits mehrere EU-Länder wie etwa Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien haben von dem AstraZeneca-Impfstoff Abstand genommen. Sie verwiesen einstimmig auf die Europäische Arzneimittelbehörde EMA, die demnächst eine Entscheidung über die Zulassung des Impfstoffes treffen soll. Zuvor hatten auch die Niederlande die Impfungen mit dem Serum für zwei Wochen ausgesetzt.
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