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„Wenn Sie die nächsten vier Jahre ruhig schlafen wollen“: Kim Yo Jong droht Südkorea und USA

© AP Photo / Lee Jin-manKim Yo Jong
Kim Yo Jong  - SNA, 1920, 16.03.2021
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Die Schwester des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hat in einer Erklärung die Militärübungen Südkoreas und der USA vehement kritisiert und gedroht, alle am Austausch und den Beziehungen mit dem Süden beteiligten Abteilungen zu liquidieren. Das Schreiben veröffentlichte die Zentrale Koreanische Nachrichtenagentur am Dienstag.
In Südkorea finden vom 8. bis zum 18. März Militärübungen mit den USA statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wird Medienberichten zufolge das Manöver in knapper Form mit einer Computersimulation durchgeführt. Unverändert sorgt das amerikanisch-südkoreanische Manöver für scharfe Kritik seitens Pjöngjangs.
Im aktuellen Schreiben heißt es laut Aussagen der Schwester von Kim Jong Un, dass Südkorea nun den Weg der Forcierung der aggressiven Militärübungen gewählt habe, „die auf unsere Republik abzielen.“
Die südkoreanischen Behörden, die „das Wortgeklingel perfekt beherrschen“, sprechen laut ihren Aussagen wie bisher von einem „jährlichen“ und „defensiven“ Charakter der aktuellen Militärübungen. In Wahrheit habe sich der Inhalt „dieser aggressiven Militärübungen“ allerdings nicht verändert.
Nordkoreas Staatshef Kim Jong Un spricht bei dem ersten Lehrgang für Chefsekretäre der Stadt- und Kreisparteikomitees in Pjöngjang, Nordkorea. (Das BIld wurde am 7. März 2021 von Nordkoreas Koreanischer Zentraler Nachrichtenagentur (KCNA) veröffentlicht) - SNA, 1920, 14.03.2021
Biden-Administration scheitert bislang an Aufnahme von Dialog mit Nordkorea – Medien
„Wir müssen die Abschaffung des Komitees für die friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes erwägen - der Organisation zum Dialog mit dem Süden, die keinen Anlass mehr für die Existenz unter den aktuellen Umständen hat, wenn sich die südkoreanischen Behörden nachdrucksvoll an feindliche Akte klammern und einen Dialog zurückweisen (…)“
Es werde weder eine Zusammenarbeit, noch einen Austausch mit den Behörden Südkoreas, „die uns als Feind empfinden“, geben; außerdem werde die Auflösung entsprechender Behörden, darunter auch der Verwaltung für internationalen Tourismus Kumgangsan erwogen, warnte Kim Yo Jong.
„Falls sich die südkoreanischen Behörden erdreisten, sich provokativer zu verhalten, dann werden wir entschlossen auch das Abkommen im Militärbereich zwischen Nord und Süd annullieren.“
In der Erklärung wird darauf verwiesen, dass Südkorea, das „die Einstellung der übrigen Militärmanöver versprochen hat“, im Jahre 2018 mehr als 110 unterschiedliche Übungen durchgeführt habe. Im Jahre 2019 gab es mehr als 190, im Jahre 2020 mehr als 170. Nordkorea habe „Toleranz gezeigt, Chancen vorgelegt“ und davor gewarnt, was es unternehmen werde, sollten sich die Militärübungen, die sich gegen Pjöngjang richten, fortsetzen.
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Trotzdem hätten die südkoreanischen Behörden erneut den „März des Kriegs“ und „Krisen-März“ statt den „März der Wärme“ gewählt. Damit hätten sie die „rote Linie“ überschritten.
„Kriegsübungen und Feindseligkeit können niemals mit Dialog und Zusammenarbeit zusammengehen“, hieß es unter anderem in der Erklärung.
Am Ende der Erklärung appellierte Kim Yo Jong an die USA:
„Wenn Sie die nächsten vier Jahre ruhig schlafen wollen, wäre es besser, nicht gleich zu Beginn für Arbeit zu sorgen, die Ihnen den Schlaf rauben wird.“
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