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Deutsche Finanzaufsicht stellt Insolvenzantrag für Greensill Bank

© REUTERS / FABIAN BIMMERLogo von Greensill Bank
Logo von Greensill Bank  - SNA, 1920, 16.03.2021
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Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat am Montagabend für die in Turbulenzen geratene Greensill Bank einen Insolvenzantrag gestellt. Außerdem will sie einem Bericht zufolge wegen möglicher Mängel bei der Abschlussprüfung der Bank ein Verfahren anregen.
Der Antrag werde nun geprüft, teilte eine Sprecherin des Amtsgerichts Bremen am Dienstagmorgen auf Anfrage mit. Ob es noch am Dienstag eine Entscheidung geben wird, blieb zunächst unklar. Das Gericht will über den weiteren Verlauf informieren.
Wegen möglicher Mängel bei der Abschlussprüfung durch die Stuttgarter Gesellschaft Ebner Stolz wolle die Bafin ein Verfahren bei der zuständigen Aufsichtskommission Apas anregen, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am vergangenen Donnerstag. Die Behörde habe erhebliche Zweifel, dass die Prüfung der Bank korrekt abgelaufen sei, schrieb das Magazin unter Berufung auf Insider.
Ebner Stolz habe den Abschluss der Greensill Bank für 2019 testiert. Bei einer weiteren Untersuchung durch die von der Bafin beauftragte Wirtschaftsprüfung KPMG habe die Existenz zahlreicher verbuchter Forderungen aber nicht nachgewiesen werden können. Die Bafin äußerte sich nicht zu dem Bericht. Die Apas bestätigte, die Finanzaufsicht habe ihr am Donnerstag eine Mitteilung „mit Bezug zur Greensill Bank AG übermittelt“. Einzelne Verfahren kommentiere sie nicht weiter.
Ebner Stolz erklärte, man äußere sich nicht zu laufenden Prüfungsmandaten. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen stehe in Kontakt mit allen beteiligten Behörden und habe eine Kooperation im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten angeboten. „Weder die verantwortlichen Prüfer noch Ebner Stolz als Unternehmen sind in dem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Bremen beschuldigt.“

Steuergelder deutscher Länder betroffen

Die Greensill Bank ist nach Einschätzung der Bafin aller Voraussicht nach kein Fall für eine Bankenabwicklung. „Wenn von einem Institut keine systemische Gefährdung ausgeht, findet ein Marktaustritt ohne Anwendung der Abwicklungsinstrumente statt“, sagte Bafin-Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch dem „Handelsblatt“ (Donnerstag).
Knapp 300 Millionen Euro Steuergeld deutscher Länder und Kommunen lagen laut „Focus Online“ auf den Konten der Bank. Unter den Gläubigern finden sich auch Große, wie das Land Thüringen, das 50 Millionen Euro im Feuer hat. Die Stadt Monheim hatte 38 Millionen bei Greensill geparkt. Die Stadt Eschborn, in der die Deutsche Börse ihren Hauptsitz hat, hat 35 Millionen im Feuer.
Die Bafin hatte die Bremer Tochter des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill Anfang März bereits für den Kundenverkehr geschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Greensill Bank AG, die Bafin hatte Strafanzeige gestellt. Dem Vernehmen nach geht es um den Vorwurf der Bilanzfälschung.
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