Nach Mord an Sarah Everard: Geld für Überwachungskameras und Straßenbeleuchtung aufgestockt

© JUSTIN TALLISProteste nach dem vermutlichen Mord an Sarah Everard in London
Proteste nach dem vermutlichen Mord an Sarah Everard in London  - SNA, 1920, 16.03.2021
Nach der vermutlichen Entführung und Tötung von Sarah Everard in London will die britische Regierung mehr Geld in Überwachungskameras und bessere Straßenbeleuchtung investieren, um die Sicherheit von Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Dies geht aus Berichten der britischen Medien hervor.
Am Mittwochabend versprach demnach Premierminister Boris Johnson, die Regierung werde die Mittel für Sicherheitsmaßnahmen in den Wohnvierteln auf 45 Millionen Pfund (umgerechnet 48,6 Millionen Euro) steigern. Damit soll sich die Summe mehr als verdoppeln.
Die Regierung plane auch, die Testphase eines Pilotprojekts auszuweiten, das den Einsatz von Polizisten in Zivil in und um Bars und Nachtclubs vorsieht, teilte die Zeitung „Independent“ mit.
Der „entsetzliche“ Fall Sarah Everard habe eine Debatte darüber ausgelöst, dass sich Frauen nachts nicht sicher fühlen, sagte Johnson am Dienstag. „Wir müssen alles tun, was wir können, um sicherzustellen, dass unsere Straßen sicher sind“, fügte er hinzu. „Letztendlich müssen wir die Gewalt gegen Frauen und Mädchen ausrotten und jeden Teil des Strafrechtssystems dazu bringen, sie besser zu schützen und zu verteidigen“, zitiert ihn die Zeitung „Metro“.
Der Fall um die 33-Jährige hatte in Großbritannien eine Debatte über Gewalt gegen Frauen und deren Sicherheit ausgelöst.
Zusammenstöße mit der Polizei bei der Gedenkfeier an die  mutmaßlich entführte  und ermordete Sarah Everard in London - SNA, 1920, 14.03.2021
Trotz Absage: Hunderte gedenken mutmaßlich ermordeter Frau in London – Zusammenstöße mit Polizei
Sarah Everard war am Abend des 3. März in Südlondon spurlos verschwunden, als sie von einer Freundin nach Hause ging. Vermutet wird, dass der Tatverdächtige sie auf dem Rückweg von seiner Schicht entführte und tötete. Ihre Leiche wurde in einem Waldstück in der südostenglischen Grafschaft Kent gefunden. Der festgenommene Tatverdächtige ist Polizeibeamter, am Dienstag sollte er in London vor Gericht erscheinen.
Die Polizei in London geriet auch wegen ihres Umgangs mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen einer Gedenkfeier an Sara E. in Kritik, die sich trotz Warnungen vor möglichen rechtlichen Konsequenzen am vergangenen Wochenende in einem Park im Süden Londons versammelt hatten. Bilder von mit Gewalt abgeführten und auf den Boden gerungenen Frauen machten in den sozialen Medien die Runde.
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