Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Defizite in der Rentenversicherung: Müssen Schweizer bald bis 68 arbeiten?

© CC0 / Pixabay/sabinevanerpHände einer alten Dame (Symbolbild)
Hände einer alten Dame (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.03.2021
Abonnieren
In der neuen Frühlingssitzung bespricht das Schweizer Parlament momentan die Reform „AHV 21“. In dieser wird der Versuch unternommen, die aktuell stark defizitäre Rentenversicherung zu verbessern. Ein Lösungsverschlag sieht dementsprechend vor, das Rentenalter zu erhöhen: kann die AHV gerettet werden, indem Leute bis zum 68. Lebensjahr arbeiten?
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) stellt für die Schweiz bereits seit einigen Jahren ein Problem dar. Im Versuch die defizitäre Versicherung zu retten, will der Schweizer Bundesrat die Reform „AHV 21“ durchbringen. Der Ständerat bespricht in der jetzigen Frühlingssitzung, ob sie eine Zukunft hat.
In der „AHV 21“ Reform soll das Rentenalter der Frauen von 64 auf 65 erhöht werden. Sie deckt den Zeitraum von 2021 bis 2030 ab. Der Bundesrat will damit die AHV stabilisieren, um das momentane Rentenniveau zu erhalten. Dabei soll die Steigerung des Rentenalters der Frauen schrittweise über vier Jahre erfolgen. Auch sollen Frauen, die in diesem Zeitrahmen kurz vor der Rente stehen, mit Ausgleichsmaßnahmen abgefedert werden.
Mund-Nasen-Schutz (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.03.2021
Angeschuldigte Millionäre Schweizer Masken-Affäre beschuldigen Importeure

Wann lohnt sich eine AHV noch?

In der Debatte des Ständerats wirft der SVP-Politiker Lars Guggisberg jedoch eine bisher nicht oft diskutierte Frage auf: Wie sehe es aus mit dem sogenannten Umlagedefizit der AHV zehn Jahre später – also 2040 – aus? Was müsste passieren, damit die Ausgaben für das Versorgungswerk der Schweiz nicht höher als die Einnahmen ausfallen?
Darauf antwortet der Bundesrat in einer schriftlichen Mitteilung: „Folglich müsste das Referenzalter der Frauen und Männer wohl um drei bis vier Jahre auf rund 68 Jahre angehoben werden, um das Umlagedefizit im Jahr 2040 decken zu können.“
Das Umlagedefizit, von dem der Bund also ausgeht, betrage zwölf Milliarden Franken (ca. 10,8 Mrd. Euro) über 20 Jahre. Die andere Möglichkeit, um das Defizit zu begleichen, bleibt eine massive Steigerung der Mehrwertsteuer. Doch arbeiten bis zum 68. Lebensjahr oder die Erhöhung der Mehrwertsteuern würden nicht ausreichen. Dem AHV-Ausgleichsfonds müssten noch weitere finanzielle Mittel zufließen, da aufgrund der Überalterung das Defizit weiter ansteigen wird.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала