UN: Mindestens 138 Demonstranten seit Putsch in Myanmar getötet

© AP Photo / StringerProteste in Myanmar. Yangon, 3. März 2021
Proteste in Myanmar. Yangon, 3. März 2021 - SNA, 1920, 16.03.2021
Bei den seit Wochen anhaltenden Massenprotesten gegen den Putsch in Myanmar sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 138 Demonstranten getötet worden, darunter auch Frauen und Kinder. Das teilte ein UN-Sprecher am Montag in New York unter Berufung auf Zahlen des Kommissariats für Menschenrechte laut DPA mit.
Seit dem Militärputsch am 1. Februar ist Myanmar, das frühere Burma, in Aufruhr, die Sicherheitskräfte gehen zunehmend härter gegen die anhaltenden Massenproteste vor. Die Demonstranten fordern die Freilassung und Wiedereinsetzung der De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi, die Anfang Februar vom Militär gestürzt und festgenommen worden war.
Proteste in Yangon, Myanmar - SNA, 1920, 06.03.2021
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Die Proteste richten sich auch gegen die Verfassung von 2008, in der der Armee eine prägende Rolle in der Politik zugebilligt wird. Die Militärjunta verhängte einen einjährigen Ausnahmezustand. Die Lage in dem asiatischen Land habe sich zuletzt über das Wochenende weiter zugespitzt - die UN sprachen von 18 getöteten Demonstranten am Samstag und 38 am Sonntag.
In einer Erklärung am Sonntag sagte die UN-Sonderbeauftragte für Myanmar, Christine Schraner Burgener, sie habe „persönlich von Kontakten in Myanmar gehört, die am Wochenende herzzerreißende Berichte über Morde, Misshandlungen von Demonstranten und Folterungen von Gefangenen enthielten“.
„Die anhaltende Brutalität, auch gegen medizinisches Personal, und die Zerstörung der öffentlichen Infrastruktur, untergraben die Aussichten auf Frieden und Stabilität“, so Burgener.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteile die anhaltende Gewalt gegen friedliche Demonstranten und die Verletzung von Menschenrechten scharf. Zudem rufe er die internationale Gemeinschaft erneut zur Unterstützung der Menschen in Myanmar und ihrem Streben nach Demokratie auf.
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