„Wir sind Kirche“ über Vatikans Nein zur Homo-Ehe empört

© AP Photo / Vincenzo PintoPapst Franziskus zelebriert traditionelle Christmette im fast leeren Petersdom in Rom
Papst Franziskus zelebriert traditionelle Christmette im fast leeren Petersdom in Rom  - SNA, 1920, 15.03.2021
Papst Franziskus zelebriert traditionelle Christmette im fast leeren Petersdom in Rom . Archivbild
Die katholische Reformbewegung „Wir sind Kirche“ hat das Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Partnerschaften Medienberichten zufolge als „unsägliche Entscheidung“ kritisiert.
„Der Versuch Roms, von oben her weltweit Glaubens- und Sittenregeln zu verordnen, wird nicht gelingen. Mit dieser Entscheidung trägt der Vatikan dazu bei, dass die in vielen Ländern nach wie vor bestehende Diskriminierung homosexueller Menschen bis hin zur Gefängnis- und Todesstrafe als gottgegeben angesehen werden kann“, sagte „Wir sind Kirche“-Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur (DPA).
Die Bewegung „Wir sind Kirche“ setzt sich seit Jahren für eine Erneuerung der römisch-katholischen Kirche ein. Es bedürfe dringend einer Weiterentwicklung der kirchlichen Morallehre, sagte Weisner am Montag. „Es bleibt zu hoffen, dass es weiterhin Priester geben wird, die auch homosexuellen Partnerschaften, wenn nicht den Segen der Kirche, so doch den Segen Gottes zusprechen werden.“
Am Montag hatte die in Rom ansässige Glaubenskongregation (Zentralbehörde der römisch-katholischen Kirche – Anm. d. Red.) verdeutlicht, dass die Kirche nicht befugt sei, homosexuelle Paare zu segnen. Unzulässig sei jede Segnungsform, die eine homosexuelle Partnerschaft anerkenne.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала