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Österreich: Lockerungen im Jugendsport eingeleitet

© AFP 2022 / TOBIAS SCHWARZKinder verfolgen das Training der österreichischen Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 2016.
Kinder verfolgen das Training der österreichischen Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 2016.  - SNA, 1920, 15.03.2021
Nach der monatelangen Pause dürfen Kinder und Jugendliche in Österreich ab dem heutigen Montag wieder nicht nur Schul-, sondern auch Vereinssport ausüben - allerdings vorerst lediglich im Freien. Dies geht aus Informationen hervor, die auf der Webseite der Bundesregierung veröffentlicht sind. Auch andere Einschränkungen seien zu berücksichtigen.
Ab 15. März gelten demnach bundesweit (mit Ausnahme von Vorarlberg) folgende Vorgaben:
Das Vereinstraining sei für Kinder und Jugendliche bis zum vollenden 18. Lebensjahr möglich, allerdings in Gruppen von maximaler Größe von zehn Personen plus zwei Betreuungspersonen. Die Letzteren müssten wöchentlich einen negativen Antigen-/PCR-Test vorlegen oder eine FFP2-Maske tragen. Für Kinder und Jugendliche gebe es keine Testverpflichtung. Ein Abstand von zwei Metern soll eingehalten werden, ausnahmsweise sei eine kurzfristige Unterschreitung möglich. Dabei müssen jedem Sportausübenden 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen.
Mehrere Gruppen dürften zeitgleich trainieren, wenn eine Durchmischung ausgeschlossen sei. Innenräume von Outdoor-Sportstätten dürften nur dann betreten werden, wenn es für die Ausübung der Sportart notwendig sei. Garderoben und Duschen dürften nicht benützt werden. Zudem sei ein Präventionskonzept erforderlich, das unter anderem Hygienemaßnahmen und eine Registrierungspflicht umfasse, um die Kontakte nachvollziehbar zu machen.
Dabei sei ein negativer Corona-Test nicht unabdingbar, um Sport zu treiben: Bei der Sportausübung im öffentlichen Raum dürfen demnach vier Erwachsene aus zwei Haushalten plus maximal sechs Minderjährige (insgesamt zehn Personen) mit Abstand zu all jenen, die nicht im gleichen Haushalt leben, Sport treiben, ohne einen Eintrittstest vorweisen zu müssen.
Im Bereich des Kinder- und Jugendtrainings gebe es durch die Schultests ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Die Trainerinnen und Trainer sollten dem Veranstalter oder dem Verein einmal wöchentlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorlegen. Sei dies nicht möglich, müssten die Betreuerinnen und Betreuer eine FFP2-Maske tragen.

Besondere Regelung für Vorarlberg

In der Modellregion Vorarlberg gelten gesonderte Bestimmungen: Dort dürften Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr Outdoor-Sport in Gruppen mit einer Größe von maximal 20 Personen und bis zu drei Betreuungspersonen nachgehen. Auch in geschlossenen Räumen kann Sport stattfinden, wenn maximal zehn Personen und bis zu drei Betreuungspersonen mit Abstand unter Anleitung von bis zu zwei Trainerinnen beziehungsweise Trainern beteiligt seien.
Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.03.2021
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Für die Sportausübung in Innenräumen sei ein negativer Eintrittstest vorzulegen. Die Abnahme eines Tests zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst werde, dürfe 24 Stunden, die Abnahme eines Antigentests 48 Stunden und die Abnahme eines PCR-Tests 72 Stunden zurückliegen.

Die Jüngsten leiden besonders stark unter Einschränkungen

„Wir wissen, dass gerade die Jüngsten Sport und Bewegung im Verein stark vermisst haben. Nicht nur weil sie Freude am Bewegen haben, sondern auch weil ihnen der soziale Kontakt mit den Freundinnen und Freunden abgeht. Das kann ich persönlich sehr gut nachvollziehen. Mit wirklich großer Freude ermöglichen wir ab Montag, 15. März, den Kindern und Jugendlichen den Sport in den Vereinen“, sagte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler zu den Öffnungsschritten im Sport.
Die Lockerungen seien auf Basis der Erkenntnisse vieler Studien von Pädagoginnen und Pädagogen sowie Psychologinnen und Psychologen und Medizinerinnen und Medizinern unternommen worden, so Kogler.
Studien würden nahe legen, dass Kinder und Jugendliche physisch und mental besonders stark unter den Einschränkungen der letzten Monate gelitten hätten, heißt es in den Erläuterungen zu den ersten Öffnungen für den Vereinssport auf der Seite der Bundesregierung.

„Besser so als gar nicht“

„Wir scharren ja schon seit Wochen und Monaten in den Startlöchern. Insofern sind wir frohen Mutes, dass ab Montag alles funktioniert“, zitierte der Sender ORF den Chef des Niederösterreichischen Leichtathletikverbandes (NÖLV), Gottfried Lammerhuber.
Zudem könne man in der Leichtathletik auf Körperkontakt verzichten, so Lammerhuber. Auch die limitierende Gruppengröße ist aus seiner Sicht machbar.
Cafés in Wien (Archivbild) - SNA, 1920, 13.03.2021
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Bei Mannschaftssportarten wie Fußball sind vollwertige Trainings offenbar vorerst nicht möglich:
„Konditionell und technisch kann man einiges machen, aber das Spielerische und Taktische muss man hintanstellen“, sagte Franz Punz von der SV Oberndorf an der Melk gegenüber dem ORF. Trotzdem bleibe man positiv eingestellt, sagte er.
„Besser so als gar nicht. Ich hoffe aber, dass wir bald wieder ein Kontakttraining durchführen dürfen und wir richtig, wie wir es gewohnt sind, Fußball spielen können“, zitierte der Sender Gerhard Plank, Obmann der Sportvereinigung Purgstall.
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