Frankreich und Italien verzichten vorerst auf Corona-Impfungen mit Astrazeneca

Impfung (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.03.2021
Nach Deutschland haben nun auch Frankreich und Italien mit einem Stopp der Astrazeneca-Impfungen nachgezogen. Der Grund dafür sind unter anderem Berichte über Nebenwirkungen, die bei Menschen nach der Verimpfung des Serums aufgetreten sind.
Frankreich setzt Präsident Emmanuel Macron zufolge den Einsatz des Impfstoffes von Astrazeneca aus. Dies gelte zunächst bis Dienstag gegen Mittag, dann werde eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelaufsicht (EMA) erwartet.
Auch die italienische Arzneimittel-Agentur Aifa teilte am Montag mit, die Verwendung des Impfstoffes von Astrazeneca werde vorsorglich und vorübergehend eingestellt, bis eine Entscheidung der Europäische Arzneimittelbehörde EMA vorliege. Die Entscheidung fiel demnach im Einklang mit denen anderer Länder in Europa.
In Italien waren in der vergangenen Woche und am Wochenende Menschen gestorben, die zuvor mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft worden waren. Die Aifa hatte die Verwendung der betreffenden Chargen zunächst gestoppt. Italienische Experten hatten das Corona-Vakzin zuletzt weiter für sicher befunden. Sie hatten auch betont, dass es zwar einen zeitlichen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Todesfällen gegeben habe, jedoch kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen worden sei.

EU-Länder rücken von Astrazeneca-Impfstoff ab

Das deutsche Bundesgesundheitsministerium teilte am Montag mit, die Corona-Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca vorsorglich auszusetzen. Dabei verwies es auf eine aktuelle Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zu notwendigen weiteren Untersuchungen.
Nach neuen Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa halte das Institut weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA werde entscheiden, „ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken“.
Zuvor hatten auch die Niederlande die Impfungen mit Astrazeneca für zwei Wochen ausgesetzt. Der Schritt werde auf der Grundlage „neuer Informationen“ unternommen, teilte der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Sonntagabend mit. Dabei bezog er sich auf sechs Fälle möglicher Nebenwirkungen in Dänemark und Norwegen an diesem Wochenende.
Corona-Impfstoff von AstraZeneca (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.03.2021
Deutschland setzt vorsorglich Corona-Impfungen mit Astrazeneca aus
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