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Nach Reichelts Freistellung: „Bild“ ernennt „alte Print-Sau” zur Interims-Chefredakteurin

© AFP 2021 / JOHANNES EISELEEine Flagge mit dem "Bild"-Logo
Eine Flagge mit dem Bild-Logo  - SNA, 1920, 15.03.2021
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Nach der Freistellung des „Bild“-Chefs Julian Reichelt hat die Verlagsgruppe Axel Springer die Chefredakteurin der „Bild am Sonntag“, Alexandra Würzbach, die Führung übernehmen lassen. Das Wochenmagazin „Stern“ verweist auf eine umstrittene Berichterstattung durch Würzbach vor 19 Jahren, die ihre Entlassung bei „Blick“ zur Folge hatte.
Würzbach, die nun für ihren suspendierten Chef einspringt, gelte als erfahrene Boulevard-Journalistin, die sich selbst als „eine alte Print-Sau“ bezeichnet habe, so der „Stern“.
Das Magazin weist darauf hin, dass Würzbach 2002 eine Story von der angeblichen Sex-Affäre des Schweizer Botschafters in Deutschland, Thomas Borer, mit der deutschen Parfümverkäuferin Djamile Rowe veröffentlicht hatte. Damals war Würzbach noch bei der Schweizer Boulevard-Zeitung „Blick“ tätig. Würzbach soll Rowe „massiv unter Druck gesetzt“ und zu Falschaussagen gezwungen haben.
Der Schweizer Ringier-Verlag habe sich öffentlich entschuldigen müssen, und Borer eine siebenstellige Entschädigungssumme bekommen, erinnert der „Stern“ die Leser an die damaligen Ereignisse. Die Reporterin habe den Vorwurf bestritten – und am Ende den Verlag verlassen und ihre Karriere im Hause Springer gemacht.

Vorwürfe gegen Reichelt

Reichelt habe den Vorstand um eine befristete Freistellung bis zur Klärung der Vorwürfe gegen ihn gebeten, um „eine ungestörte Aufklärung sicherzustellen und die Arbeit der Redaktion nicht weiter zu belasten“, hieß es in einer Mitteilung des Verlagshauses.
Bild-Chef Julian Reichelt (Archivbild) - SNA, 1920, 13.03.2021
Compliance-Verfahren bei „Bild“: Chefredakteur Reichelt befristet freigestellt
Vor Tagen war das Compliance-Verfahren gegen den damaligen „Bild“-Chefredakteur bekannt geworden. Nach Informationen des „Spiegels“ werden ihm unter anderem Machtmissbrauch und Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen vorgeworfen. Reichelt wies die Vorwürfe zurück.
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