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Nach Vorstoß von neun EU-Ländern: Verkehrsminister Scheuer plant Aus für Benzin- und Dieselmotoren

© AP Photo / Michael SohnBundesverkehrsminister Andreas Scheuer
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer - SNA, 1920, 15.03.2021
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Neun EU-Länder ohne erhebliche Autoproduktion fordern die EU auf, ein Ausstiegsdatum für Verbrennungsmotoren festzulegen. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plädiert für ein Enddatum für Autos mit klassischen Benzin- und Dieselmotoren.
Ziel müsste das Auslaufen des fossilen Verbrenners bis 2035 sein, sagte Scheuer der „Welt am Sonntag“. Zwar würde der klassische Verbrenner damit vom Neuwagenmarkt verschwinden, das wäre aber nicht das Aus für Benzin- und Dieselmotoren. So schließt der Minister nicht aus, dass die Benziner und Diesel auch danach eine Zukunft hätten. Sie wären allerdings CO2-neutral und mit sogenannten „E-Fuels“ betrieben, die mit Hilfe von Ökostrom produziert werden.
Um die in Deutschland hoch entwickelte Technologie des Verbrenners in die Zukunft zu führen, müssten die synthetischen Kraftstoffe raus aus dem Reagenzglas und rein in die Massenproduktion, meinte Scheuer dazu. Um die synthetischen Kraftstoffe konkurrenzfähig zu machen, müsste der Gesetzgeber sich dafür aktiv einsetzen.
Bisher nannte die Bundesregierung das Jahr 2050 als gewünschtes Ausstiegsdatum aus dem Verbrennungsmotor. Scheuer sprach sich weiterhin gegen eine kurzfristige Verschärfung der Abgasvorschriften durch die EU. Man sollte sich auf die bestehenden Abgasvorschriften konzentrieren und die Grenzwerte technisch erfüllbar machen.
Der CSU-Chef und Ministerpräsident Bayerns, Markus Söder, sowie Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatten 2020 ebenfalls für ein Auslaufen fossil betriebener Autos bis 2035 plädiert. Mit einer entsprechender Initiative wendeten sich neulich neu Mitgliedstaaten an die EU, darunter Österreich, die Niederlande, Belgien und Dänemark, sowie Griechenland, Malta, Irland, Litauen und Luxemburg.
Volkswagen-Werk - SNA, 1920, 15.03.2021
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In dem Papier sprechen sich die Staaten für eine bessere Ladeinfrastruktur für emissionsfreien Verkehr und deutlich strengere CO2-Emissionsstandards aus. Das Dokument veröffentlichte am Mittwoch die diplomatische Vertretung der Niederlande in Brüssel. Die Europäische Kommission soll zudem vorschlagen, wie der Verkauf von gebrauchten Autos innerhalb der EU eingeschränkt werden könne.
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